Aha: Das Asch-Experiment
Erschienen am 3.7.10 12:55 Uhr in der Kategorie Sonstiges.
Das Asch-Experiment zeigt, wie die Gruppe das Individuum beeinflussen kann und es zu Fehlentscheidungen zwingen kann.
1951 führte der Psychologe Salomon Asch das nach ihm benannte „Asch-Experiment“ durch, um zu testen, wie sich Individuen von der Gruppe beeinflussen lassen. Um das Experiment in groben Zügen zu verstehen, möchte ich von beispielsweise 10 Versuchsprobanden ausgehen, die zufällig gewählt wurden.

Wie die Abbildung zeigt, bekommen die Probanden eine Linie A vorgelegt. Nun sollen sie bestimmen, ob Linie 1, 2 oder 3 gleich lang ist wie Linie A. 9 der 10 Probanden haben vor dem Experiment die Aufgabe bekommen, zu behaupten, dass Linie 2 die richtige Antwort ist (was natürlich nicht stimmt). Die Gruppe soll diskutieren, was die richtige Lösung ist und jeder soll anschließend seine Meinung sagen, was stimmt. Linie 3 ist in diesem Beispiel natürlich richtig, aber wird der zehnte Proband, der in der Diskussion der einzige nicht aufgeklärte ist, dies auch erkennen? Das Experiment von Asch hat ein interessantes Ergebnis geliefert.
Wenn Probanden allein diesen Versuch durchführen sollten, dann lagen sie zu nahezu 100% richtig. Wenn sie mit einem Partner, der etwas falsches behauptet hat zusammen waren, dann haben sie nur noch um die 90% richtig gelegen. In einer größeren Gruppe, in der sie allein gegen die Mehrheit gehandelt hätten, ergab sich eine richtige Aussage nur bei ca. 60% der Versuche. Dies zeigt eindeutig, dass sich Individuen von einer Gruppe in ihrer Meinung beeinflussen lassen. Um so mehr Menschen der anderen Meinung sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass man deren Meinung annimmt.
Quelle: „Psychologie“ von Philip G. Zimbardo. Erschienen bei Pearson Studium unter der ISBN 978-3-8273-7275-8
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1951 führte der Psychologe Salomon Asch das nach ihm benannte „Asch-Experiment“ durch, um zu testen, wie sich Individuen von der Gruppe beeinflussen lassen. Um das Experiment in groben Zügen zu verstehen, möchte ich von beispielsweise 10 Versuchsprobanden ausgehen, die zufällig gewählt wurden.

Wie die Abbildung zeigt, bekommen die Probanden eine Linie A vorgelegt. Nun sollen sie bestimmen, ob Linie 1, 2 oder 3 gleich lang ist wie Linie A. 9 der 10 Probanden haben vor dem Experiment die Aufgabe bekommen, zu behaupten, dass Linie 2 die richtige Antwort ist (was natürlich nicht stimmt). Die Gruppe soll diskutieren, was die richtige Lösung ist und jeder soll anschließend seine Meinung sagen, was stimmt. Linie 3 ist in diesem Beispiel natürlich richtig, aber wird der zehnte Proband, der in der Diskussion der einzige nicht aufgeklärte ist, dies auch erkennen? Das Experiment von Asch hat ein interessantes Ergebnis geliefert.
Wenn Probanden allein diesen Versuch durchführen sollten, dann lagen sie zu nahezu 100% richtig. Wenn sie mit einem Partner, der etwas falsches behauptet hat zusammen waren, dann haben sie nur noch um die 90% richtig gelegen. In einer größeren Gruppe, in der sie allein gegen die Mehrheit gehandelt hätten, ergab sich eine richtige Aussage nur bei ca. 60% der Versuche. Dies zeigt eindeutig, dass sich Individuen von einer Gruppe in ihrer Meinung beeinflussen lassen. Um so mehr Menschen der anderen Meinung sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass man deren Meinung annimmt.
Quelle: „Psychologie“ von Philip G. Zimbardo. Erschienen bei Pearson Studium unter der ISBN 978-3-8273-7275-8
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