Das Leben des Anis Ferchichi
Erschienen am 24.7.10 14:47 Uhr in der Kategorie Rezensionen.
Bushido hat einen Schritt gewagt, den man so von ihm weniger erwartet hätte. Er hat ein Buch über sein Leben veröffentlicht. Wir haben es für euch gelesen.
Bushido ist immer wieder für Überraschungen gut. Erst nimmt er zusammen mit Schlagerstar Karrell Gott eine neue Single auf, die ein Megaerfolg wird und dann gelangt er mit Starbesetzung ins Kino mit dem Film "Zeiten ändern dich", welches auf seinem Buch "Bushido" basiert, das er zusammen mit Lars Amend geschrieben hat. Und genau dieses Werk haben wir für euch unter die Lupe genommen.
Wenn Bushido ein Buch rausbringt, welches über sein Leben berichtet, dann darf es gern mal vergoldet sein. So zumindest der Umschlag der limitierten Auflage. Bushido, der mit bürgerlichen Namen Anis Ferchichi heißt, berichtet über verschiedene Stationen in seinem Leben, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das sorgt durchaus auch dafür, dass einige Worte zensiert werden mussten. Auch die derbe Wortwahl Bushidos werden stellenweise durch Zensursymbole ersetzt. Bushido erzählt recht spannend, wie es in der deutschen HipHop Szene hinter den Kulissen abgeht. Dass er dabei nicht immer ganz objektiv ist, dürfte klar sein. Er schießt gegen seine ehemaligen Aggro Berlin Kollegen und erklärt, wieso gerade er den großen Erfolg geschafft hat im Gegensatz zu seinen anderen Kollegen. Weiter erläutert er, wie schlecht er bei Aggro Berlin bezahlt wurde, angeblich hätte er nur 7000 Euro dort verdient, und, wie sein Freund Arafat ihm dazu verholfen hat, aus dem Vertrag gut herauszukommen. Sehr viele Stellen im weiteren Verlauf der Geschichte Bushidos sind hingegen leider weder sonderlich spektakulär, noch sehr anspruchsvoll. In verschiedensten Stories erzählt er, wie sein erstes mal war, wie er sämtliche Frauen und Fans flachgelegt hat und, wie er das erste Geld als Drogendealer verdient hat, sowie den Ausstieg aus der Drogengeschichte.
Das Buch ist laut Titelseite seiner Mutter gewidmet, die einen großen Platz in der Biographie einnimmt und oft als die wichtigste Person in Bushidos Leben erwähnt wird. Das Verhältnis zu seinem Vater wird als sehr verstritten und eher negativ dargestellt, sodass gerade die Hürde, die beiden nochmals zusammenzuführen, sehr emotional daherkommt und dem Buch doch noch einiges an Niveau verleiht. Aber ob es Niveau ist, welches Fans von Bushido erwarten, wenn sie durch seine Biographie blättern, Sie dahergestellt. Jedenfalls ist es doch recht spannend zu lesen, wie es im Showbiz insgesamt im Verborgenen dahergeht und wie die deutsche HipHop Szene in Berlin seine Anfänge gefunden hat. Somit sollte jeder, der sich zu den Fans von Bushido zählt, einen Blick in sein Buch werfen. Aber auch wer zu denen gehört, die ihm eher kritisch gegenüberstehen, sollte einen Blick hineinwerfen, denn nach der Lektüre sieht man das Phänomen Bushido ganz sicher mit anderen Augen. Auch wenn er selbst sagt, dass er mit "uncoolen Leuten" nicht in einem Raum sitzen könne, was dazu geführt hätte, dass er die Abendschule abgebrochen habe. Damit ist ein großes Mysterium, welches sein Wesen treibt, auch gelüftet. Anders als viele behaupten hat Bushido nämlich kein Abitur. Und das braucht er wohl auch nicht.
"Bushido mit Lars Amend" ist erschienen im Riva-Verlag und in der limitierten goldenen Version erhältlich für 19,90 Euro unter der ISBN 978-3868830675
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Bushido ist immer wieder für Überraschungen gut. Erst nimmt er zusammen mit Schlagerstar Karrell Gott eine neue Single auf, die ein Megaerfolg wird und dann gelangt er mit Starbesetzung ins Kino mit dem Film "Zeiten ändern dich", welches auf seinem Buch "Bushido" basiert, das er zusammen mit Lars Amend geschrieben hat. Und genau dieses Werk haben wir für euch unter die Lupe genommen.
Wenn Bushido ein Buch rausbringt, welches über sein Leben berichtet, dann darf es gern mal vergoldet sein. So zumindest der Umschlag der limitierten Auflage. Bushido, der mit bürgerlichen Namen Anis Ferchichi heißt, berichtet über verschiedene Stationen in seinem Leben, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das sorgt durchaus auch dafür, dass einige Worte zensiert werden mussten. Auch die derbe Wortwahl Bushidos werden stellenweise durch Zensursymbole ersetzt. Bushido erzählt recht spannend, wie es in der deutschen HipHop Szene hinter den Kulissen abgeht. Dass er dabei nicht immer ganz objektiv ist, dürfte klar sein. Er schießt gegen seine ehemaligen Aggro Berlin Kollegen und erklärt, wieso gerade er den großen Erfolg geschafft hat im Gegensatz zu seinen anderen Kollegen. Weiter erläutert er, wie schlecht er bei Aggro Berlin bezahlt wurde, angeblich hätte er nur 7000 Euro dort verdient, und, wie sein Freund Arafat ihm dazu verholfen hat, aus dem Vertrag gut herauszukommen. Sehr viele Stellen im weiteren Verlauf der Geschichte Bushidos sind hingegen leider weder sonderlich spektakulär, noch sehr anspruchsvoll. In verschiedensten Stories erzählt er, wie sein erstes mal war, wie er sämtliche Frauen und Fans flachgelegt hat und, wie er das erste Geld als Drogendealer verdient hat, sowie den Ausstieg aus der Drogengeschichte.
Das Buch ist laut Titelseite seiner Mutter gewidmet, die einen großen Platz in der Biographie einnimmt und oft als die wichtigste Person in Bushidos Leben erwähnt wird. Das Verhältnis zu seinem Vater wird als sehr verstritten und eher negativ dargestellt, sodass gerade die Hürde, die beiden nochmals zusammenzuführen, sehr emotional daherkommt und dem Buch doch noch einiges an Niveau verleiht. Aber ob es Niveau ist, welches Fans von Bushido erwarten, wenn sie durch seine Biographie blättern, Sie dahergestellt. Jedenfalls ist es doch recht spannend zu lesen, wie es im Showbiz insgesamt im Verborgenen dahergeht und wie die deutsche HipHop Szene in Berlin seine Anfänge gefunden hat. Somit sollte jeder, der sich zu den Fans von Bushido zählt, einen Blick in sein Buch werfen. Aber auch wer zu denen gehört, die ihm eher kritisch gegenüberstehen, sollte einen Blick hineinwerfen, denn nach der Lektüre sieht man das Phänomen Bushido ganz sicher mit anderen Augen. Auch wenn er selbst sagt, dass er mit "uncoolen Leuten" nicht in einem Raum sitzen könne, was dazu geführt hätte, dass er die Abendschule abgebrochen habe. Damit ist ein großes Mysterium, welches sein Wesen treibt, auch gelüftet. Anders als viele behaupten hat Bushido nämlich kein Abitur. Und das braucht er wohl auch nicht.
"Bushido mit Lars Amend" ist erschienen im Riva-Verlag und in der limitierten goldenen Version erhältlich für 19,90 Euro unter der ISBN 978-3868830675
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