Aktueller Titel: The Wanted: "Glad You Came"
Unruhe um das Blackberry
Erschienen am 6.8.10 14:48 Uhr in der Kategorie Nachrichten.

Arabische Emirate schränken viele Funktionen des Smartphones gesetzlich ein – RIM gerät ins Schwitzen.

Das Blackberry des kanadischen Herstellers RIM („Research In Motion“) galt bis vor kurzem noch als das Statussymbol eines Businessmenschen. Gerade die ausgereiften Funktionalitäten wie der mobile Internetzugang, die Push-Mail-Funktion, sowie die integrierte, komfortable Tastatur waren die Eigenschaften, die das Blackberry klar zum Spitzenreiter gemacht haben. Aber diese Zeiten sind nun offenbar vorbei. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, seien die Aktienwerte von RIM seit 2008 um zwei Drittel gesunken. Grund dafür sei, dass das iPhone und Android-Handys an Funktionalität zugelegt hätten. So gebe es für das iPhone beispielsweise derzeit rund 250.000 Apps, für Android-Handys ca. 100.000 Apps, für das Blackberry hingegen gerade einmal 7.500.

Funktionen sollen per Gesetz verboten werden

In den arabischen Emiraten werden nun zusätzlich Gesetze durchgesetzt, die die Funktionalität des Blackberrys gezielt einschränken sollen. So wurde bereits die Messenger-Funktion per Gesetz gesperrt, in den kommenden Monaten soll auch die E-Mail Funktion, sowie das mobile Internet gesperrt werden. Begründet wird dies dadurch, dass diese Funktionen moslimische Grundsäztze in Gefahr bringen würde, da niemand kontrollieren könne, was Jugendliche über das Internet verbreiten. In den VAE kann die Regierung alles mitlesen, was die Bevölkerung dort über das Netz verbreitet und unternimmt. Dies sei aber nicht möglich, wenn beim Blackberry alle Daten auf Server in Kanada geschickt würden. Es wird auch argumentiert, dass dadurch die Gefahr steige, dass Terroristen und radikale Islamisten sich über Blackberrys durch diese Funktionen unbemerkt verständigen könnten. Dies habe bereits 2008 bei den Mumbai-Attentaten so stattgefunden.

Die Bundesregierung lässt ihre Finger von dem „Teufelszeug“

Die deutsche Bundesregierung hat sich bereits seit langem von Blackberrys und iPhones verabschiedet. Dies sei begründet durch die fehlende Sicherheit, die bei diesen Geräten aktuell nicht gegeben sei. Gerade beim iPhone würden immer wieder neue Sicherheitslücken gefunden. Der Favorit der Bundesregierung ist somit das „Simko2“ von HTC, dessen Name sich schon ableitet von „Sichere mobile Kommunikation“. Gadgets wie eine Kamera, die generell schon für Sicherheitsprobleme sorgen könnten, sind dort erst gar nicht vorhanden, Bluetooth, GPS und WLAN direkt deaktiviert. Laut Bundesverwaltung handle es sich beim Netz der Bundesregierung um „eines der sichersten und funktionalsten Regierungsnetze weltweit“.

Was haltet ihr von dem Verbot des Blackberrys? Berechtigt oder nicht? Schreibt eure Meinung in die Comments!

Julian C.



Trackbacks: (URL: http://www.youth-fm.de/trackback.php?id=1129)

Noch keine Trackbacks vorhanden.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden. Logge dich ein und schreibe den ersten Kommentar.
Einloggen um einen Kommentar zu schreiben:

Username:

Passwort:


TagsBlackberry, RIM, Smartphone, Apple, Research in Motion, iPhone, Sicherheit, Verbote, App, Apps


Dieser Artikel ist Eigentum des Jugendradios Youth FM und des jeweiligen Redakteurs. Ohne schriftliche Genehmigung dürfen Teile dieses Textes ausschließlich zur privaten Nutzung kopiert werden.
Eine Übersicht aller Artikel findest du in unserem Artikel-Archiv
Billige Reisen
Besuche doch mal unseren Teamspeak³-Server oder unseren Chat.