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Fische haben Feinde, Fischstäbchen nicht
Erschienen am 12.9.10 17:40 Uhr in der Kategorie Rezensionen.

Autor Helmut Kraft beschreibt auf humorvolle Art Strategien, mit denen Feinde im Büro eine nützliche Sache werden können.

„Überlebensstrategien fürs Büro - So wehren Sie sich gegen Feinde“, verspricht das Buch von Helmut Kraft, der bevor er Managementtrainer wurde bereits als Personalentwickler, Lehrer, Theologe, Musiker, Sportler und Animateur aktiv war. Das Prinzip, welches er verfolgt, ist eigentlich recht einfach: Wer wie ein Fischstäbchen eingefroren, starr und tot ist, der hat keine Feinde, aber bleibt nur starr und hat kaum Möglichkeiten, aufzusteigen oder sich im Berufsalltag durchzusetzen. Fische hingegen, die lebendig sind, haben Feinde, mit denen sie interagieren und unter denen sie sich immer wieder aufs Neue das Überleben sichern müssen.

In „Fische haben Feinde, Fischstäbchen nicht“ geht Kraft erst einmal darauf ein, wie man sich den perfekten Feind schafft. Dabei geht es vor allem in die Richtung, dass man external attribuiert, also den Feinden die Schuld für bestimmte Dinge, die nicht so laufen, wie sie laufen sollten, übergibt. Eine Anleitung, wie man den perfekten Feind bastelt, geht er detailliert durch. Leider geht das teilweise so weit, dass er empfiehlt, „größenwahnsinnig“ zu werden und paranoid jede Schuld in dem Kollegen zu sehen, denn er habe „nichts anderes im Sinn, als [uns] Böses zu tun“. Dass man sich im Extremfall auch mit dem Chef anlegen sollte, spricht auch nicht zwingend dafür, dass man daraus Profit zieht. Und letztlich soll man lauf Kraft doch daraus profitieren, wenn man sich niveauvolle Feinde schafft, mit denen man sich auseinandersetzt.

In weiteren Kapiteln geht Kraft darauf ein, wie man seinen Feind pflegt und wie man „edle Kämpfe“ mit ihm führt. Aber auch unter die Gürtellinie darf es gehen. Beispielsweise durch das gezielte Einsetzen von Ironie. „Wiederholen Sie doch bitte noch mal, was Sie gesagt haben. Aber bitte so, als wären Sie gereizt - vielleicht verstehe ich dann besser, was Sie möchten“ als direktes Beispiel. Auch der Tipp, die Kompetenz des „Feindes“ durch Sprüche wie „Sie sind doch unfähig!“ sollte vor der Ausführung gut durchdacht sein.

Insgesamt mögen die Tipps, die Kraft dem Leser gibt, mehr Selbstvertrauen und Dynamik ins Büro bringen. Trotzdem sei gewarnt, alles einfach so umzusetzen, wie es dort geschrieben steht. Denn dieses Buch richtet sich vor allem an diejenigen, die das Motto „No risk, no fun“ ausleben.

„Fische haben Feinde, Fischstäbchen nicht“ von Helmut Kraft ist erschienen im Redline-Verlag und für 17,95 Euro zu haben unter der ISBN 978-3-86881-266-4.

Julian C.



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Kommentare

Käsebrötchen schrieb am 12.09.2010 19:00:
Boah hört sich das scheiße an :D Aber das tun ja glaub ich alle Selbsthilfe-Bücher. Außerdem würde ich dem Titel mal widersprechen und mich als natürlichen Feind des Fischstäbchens outen ^^
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TagsFeinde, streiten, Büro, Mobbing


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