FIFA droht fataler Korruptionsskandal
Erschienen am 17.10.10 14:44 Uhr in der Kategorie Sport News.

Bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 sollen zwei FIFA-Mitglieder ihre Stimme zum Verkauf angeboten haben.

Laut der englischen Zeitung „Sunday Times“ sollen sich zwei ranghohe Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees bezüglich der WM-Vergabe 2018 und 2022 bestechlich gezeigt haben. Demnach gaben sich Journalisten als amerikanische Geschäftsleute aus, welche die WM 2022 in die USA holen wollten. Die FIFA-Mitglieder fielen darauf hinein und boten ihre Stimmen gegen Geld an. Dabei soll einer der beiden seine Stimme für umgerechnet 570000 Euro angeboten haben, welche er nach eigenen Angaben dafür nutzen wolle, um Fußballplätze in seinem Land zu bauen. Die zweite betroffene Person soll sogar 1,6 Millionen Euro für den Bau einer Fußball-Akademie gefordert haben. Hierbei handelt es sich um einen der sieben Vize-Präsidenten. Dieser gab gegenüber den verdeckten Journalisten ebenfalls an, dass bereits Vertreter von zwei weiteren Bewerbungsländern Interesse an seiner Stimme gezeigt hätten. Die „Sunday Times“ beruft sich bei all diesen Spekulationen auf Filmmaterial, welches die Funktionäre während des Bestechungsversuchs zeigt.

Die FIFA reagierte prompt auf diese Verdächtigungen und forderte umgehend alle vorhandenen Informationen und Dokumente an, um den Fall genaustens zu prüfen. Bis dahin werde es von der FIFA keine weiteren Stellungnahmen zu diesen Vorwürfen geben.

Am Freitag hatte die USA ihre Bewerbung um die WM 2018 zurückgezogen, da sie sich ausschließlich auf die Kandidatur im Jahr 2022 konzentrieren wolle. Aus diesem Grund wird die WM 2018 auch definitiv in Europa stattfinden. Unter den Bewerbern befindet sich England, Russland sowie die Duos Niederlande/Belgien und Spanien/Portugal. Für das Jahr 2022 haben neben den USA die Länder Japan, Südkorea, Australien und Katar große Ambitionen gezeigt, die WM in ihrem Land durchzuführen. Die Entscheidung über die Vergabe findet am 2. Dezember in Zürich statt.

Georg Dostmann



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Kommentare

Käsebrötchen schrieb am 18.10.2010 22:40:
naja, theoretisch ist der skandal schon plausibel, schon gut möglich, dass wir auch so zu unser wm-austragung gekommen sind ;)
russland fänd ich schon irgendwie ziemlich cool, ist mal definitiv was anderes und durch die wm lernt man ja auch immer menschen&kultur kennen. wär allerdings recht scheiße für die spieler, wegen den temperaturen :D
usa wär auch gar nicht so übel, oder eben japan oder katar, ein alnd was mir so gut wie gar nichts sagt. also katar for 2022!!!! :D
georgdostmann schrieb am 17.10.2010 20:42:
Naja 2018 hat den Vorteil, dass es in Europa ist und wenn ich genug geld habe und Karten krieg, bin ich dabei :D. Aber es stimmt, dass 2022 dafür viel mehr bzw. fast nur Exoten dabei sind.
Viel schlimmer finde ich aber diesen ganzen Skandal, falls dieser wirklich wahr sein sollte. Da sollte man sich die Frage stellen, ob dies bei vergangen WMs, vielleicht auch 2006 in Deutschland, ebenfalls so war. So viele Länder profitieren oder profitieren nicht von einer WM, dass es hierbei um Milliardenbeiträge geht. Nicht auszumalen, was zwei solche Idioten für einen Schaden mit so etwas verursachen würden.
Felix schrieb am 17.10.2010 14:54:
Die Bewerber für 2018 sind langweilig, ganz im Gegensatz zu den 2022ern. Japan wär doch mal was ;D Im Endeffekt ist es aber sowieso egal..
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TagsFIFA, WM, 2018, 2022, Korruption


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