Aktueller Titel: Dev: "In the Dark"
Virtuelles Sightseeing Ende des Jahres auch in Deutschland
Erschienen am 18.10.10 18:17 Uhr in der Kategorie Nachrichten.

Nach erbitterten Protesten gegen das neue Angebot von Google namens „Street View“ gelangt der Fassadendienst auch nach Deutschland.

„Google Streetview“ ermöglicht es schon seit längerem, virtuelle Sightseeing-Touren durch die Städte dieser Welt zu unternehmen. Nur Deutschland ist bis heute ein weißer Fleck, der daran erinnern könnte, dass es hier nicht so einfach ist, das auch hierzulande zu ermöglichen. Verbraucherministerin Ilse Aigner ist in Sachen „Anti-Google“-Bewegung gut mit dabei. Sie bietet auf ihrer Internetseite Einspruchsformulare gegen Streetview, die bewirken sollen, dass Häuser unkenntlich gemacht werden. Ende des Jahres soll der Dienst nämlich die großen Städte Deutschlands, genauer gesagt Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal, mit ins Angebot aufnehmen. Damit wird es weltweit möglich, recht realistische Erkundungstouren durch Deutschland zu unternehmen - kostenlos.

Das Prinzip an sich hat eine Menge Potenzial. Sightwalk.de Chef Hendrik Wild zum Beispiel nutzt die Grundidee schon länger, um virtuelle Touren durch Ladenlokale und Einkaufspassagen zu ermöglichen. „Gerade die Deutschen“, so sagt er, „sind affin dafür, sich Dinge anzugucken, ohne selbst dabei gesehen werden zu wollen“.

Widerstände in ähnlichem Ausmaß wie bei Google Streetview gab es bereits oft. So hatte der Konzern General Electric (GE) bereits „Fürbittgottesdienste gegen die Einführung von Gleichstrom“ zu dulden. Heutzutage ist so ziemlich jeder Haushalt ans Stromnetz angeschlossen. Und heute fürchtet sich kaum mehr jemand davor. Wird es mit Streetview eine ähnliche Wendung nehmen? Schreibt eure Meinung dazu in die Comments!


Julian C.



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Kommentare

Käsebrötchen schrieb am 20.10.2010 14:42:
naja ich glaub die leute haben eher schiss, dass sie gerade zu dem zeitpunkt abgelichtet worden sind, wo sie nur mal schnell mit boxershorts die zeitung reingeholt haben oder so...
quasi wos in dem moment "man sieht mich ja nicht, dauert nur ne sekunde" gehießen hat, könnte daraus "jetzt darfs die ganze welt sehen, jederzeit und allerorts^^" (wie felix geschrieben hat, werden leute unkenntlich gemacht, aber wahrscheinlich kann man immer noch erkennen WER das denn gewesen ist, vorausgesetzt man kennt den personenkreis)
finds aber auch übertrieben, ist doch ne coole sache, wenn man zb irgendwo hinmuss und den weg nicht kennt, kann man sich das alles schön anschauen. auf google maps geht das eben nicht, ein dach sieht aus wie das nächste ;)
Felix schrieb am 18.10.2010 18:22:
Weiß nicht, warum sich so viele darüber aufregen: Man sieht doch nur niedrigauflösende frei zugängliche Bereiche, die sich auch so jeder angucken kann. Leute, Kennzeichen etc. werden doch alle unkenntlich gemacht. Und wer nicht will, dass sein Haus gezeigt wird, kann sogar dagegen Einspruch einlegen. Das Verfahren dazu dürfte außerdem auch zu bewältigen sein, wenn man ein ernsthaftes Problem damit hat.
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TagsGoogle, Streetview, Sightseeing, Virtuell, Aufnahme, Widerspruch, Trio Perfectionale: Endspurt


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