Mord im Namen des Volkes
Erschienen am 7.11.10 1:06 Uhr in der Kategorie Sonstiges.
Dass Mörder in vielen Ländern mit der Todesstrafe bestraft werden, ist kein Geheimnis. Doch fast niemand hinterfragt das Rechtssystem – schließlich erfolgt die Tötung mit staatlicher Genehmigung. Es sind Morde, die das Gesetz zulässt, es sind Morde im Namen des Volkes.
Zuletzt erregte der Fall von Ronnie Lee Gardner († 49) Aufmerksamkeit. Gardner, der im Staatsgefängnis von Draper im Bundesstaat Utah durch ein Erschießungskommando gestorben war, hatte vor 25 Jahren bei einem Fluchtversuch aus dem Gerichtsgebäude einen Rechtsanwalt erschossen.
Der zum Tode verurteilte Mörder war erst der dritte Verurteilte, der im Kugelhagel hingerichtet wurde. Alle drei Hinrichtungen dieser Art gab es in Utah, die letzte Exekution vor knapp 14 Jahren - 1996.
Dass der neunundvierzig Jahre alte Gardner während seines Fluchtversuchs den Todesstrafengegner Michael Burdell tötete, hinderte den Begnadigungsausschuss trotz der Aussagen der Hinterbliebenen des Opfers, Burdell sei ein Todesstrafengegner gewesen, nicht daran das Gnadengesuch Gardners abzulehnen.
Insgesamt fünf Schützen feuerten auf das Herz des Delinquenten, der sich selbst dazu entschieden hatte durch Gewehrkugeln zu sterben. Gardner war an einem Stuhl festgeschnallt, seine Augen wurden verbunden. Eines der fünf Gewehre, die auf Gardner schossen, war mit einer Platzpatrone geladen. Damit weiß niemand von den fünf Henkern wessen Kugel tödlich war. Schuldgefühle vermeiden ist das Ziel.
Der Staat Utah hatte zwar 2004 das Erschießungskommando abgeschafft, da Gardner jedoch vor 2004 verurteilt wurde, hatte er das Recht sich zwischen der Giftspritze und dem Erschießungskommando zu entscheiden. Gardners Wahl fiel auf letzteres.
Dieser Fall zeigt einen Ausschnitt aus der Todesstrafe im Alltag verschiedener Rechtssysteme verschiedener Staaten auf dieser Welt.
Über das Thema Todesstrafe wollen wir heute Nacht sprechen, schaltet um 22.00 Uhr ein und hört Euch rein in die Diskussionsrunde.
Interesse selbst dabei zu sein? Schreibe Deine Meinung während der Sendung als Nachricht in das Sendestudio oder alternativ Deinen Namen und Deine Skype-ID, damit wir Dich live kontaktieren können.
Thema der heutigen Sendung: „Hinrichtungen - Wenn der Staat tötet“
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de
Zuletzt erregte der Fall von Ronnie Lee Gardner († 49) Aufmerksamkeit. Gardner, der im Staatsgefängnis von Draper im Bundesstaat Utah durch ein Erschießungskommando gestorben war, hatte vor 25 Jahren bei einem Fluchtversuch aus dem Gerichtsgebäude einen Rechtsanwalt erschossen.
Der zum Tode verurteilte Mörder war erst der dritte Verurteilte, der im Kugelhagel hingerichtet wurde. Alle drei Hinrichtungen dieser Art gab es in Utah, die letzte Exekution vor knapp 14 Jahren - 1996.
Dass der neunundvierzig Jahre alte Gardner während seines Fluchtversuchs den Todesstrafengegner Michael Burdell tötete, hinderte den Begnadigungsausschuss trotz der Aussagen der Hinterbliebenen des Opfers, Burdell sei ein Todesstrafengegner gewesen, nicht daran das Gnadengesuch Gardners abzulehnen.
Insgesamt fünf Schützen feuerten auf das Herz des Delinquenten, der sich selbst dazu entschieden hatte durch Gewehrkugeln zu sterben. Gardner war an einem Stuhl festgeschnallt, seine Augen wurden verbunden. Eines der fünf Gewehre, die auf Gardner schossen, war mit einer Platzpatrone geladen. Damit weiß niemand von den fünf Henkern wessen Kugel tödlich war. Schuldgefühle vermeiden ist das Ziel.
Der Staat Utah hatte zwar 2004 das Erschießungskommando abgeschafft, da Gardner jedoch vor 2004 verurteilt wurde, hatte er das Recht sich zwischen der Giftspritze und dem Erschießungskommando zu entscheiden. Gardners Wahl fiel auf letzteres.
Dieser Fall zeigt einen Ausschnitt aus der Todesstrafe im Alltag verschiedener Rechtssysteme verschiedener Staaten auf dieser Welt.
Über das Thema Todesstrafe wollen wir heute Nacht sprechen, schaltet um 22.00 Uhr ein und hört Euch rein in die Diskussionsrunde.
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Thema der heutigen Sendung: „Hinrichtungen - Wenn der Staat tötet“
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