Dieter Nuhr bringt die Stadthalle Chemnitz zum explodieren
Erschienen am 29.11.10 15:42 Uhr in der Kategorie Rezensionen.
Am Donnerstag, den 25. November 2010, war es endlich soweit. Dieter Nuhr war wieder einmal live in Chemnitz.
Der Gewinner des Deutschen Comedypreises 2010 in der Kategorie „Bester Comedian“, Dieter Nuhr, war am Donnerstag mit seinem mittlerweile achten Programm Namens „Nuhr die Ruhe“ live on stage in der mit fast 1800 Zuschauern ausverkauften Chemnitzer Stadthalle. Die Veranstaltung begann pünktlich um 20 Uhr, obwohl viele Zuschauer aufgrund des schlechten Wetters und des überfüllten Parkhauses noch nicht den Großen Saal der Stadthalle betreten hatten. Deshalb waren leider die ersten 15 Minuten seines aktuellen Programms hin und wieder von Nachkömmlingen gestört, welche den Holzfußboden auf seine Lautstärke prüften.
Aufgrund dieser Tatsache war auch der Applaus eher verhalten, als Dieter Nuhr überstürzt die Bühne betrat. Es war noch nicht einmal die Beleuchtung im Saal vollständig abgedunkelt, als Dieter Nuhr bereits zwischen den beiden großen schwarzen Vorhängen hervorkam. Leider waren diese eben genannten Vorhänge auch das einzige, was Dieter Nuhr als Bühnenbild zu bieten hatte. Dazu kam nur noch ein Holzständer mit drei Füßen, wo ein Glas zu trinken und leider auch ein Notizbuch darauf lagen, welches er des öfteren zu Hilfe nahm. Meines Erachtens vollkommen unnötig für einen Künstler seiner Klasse.
Doch von all der negativen Kritik zurück zu den vielen positiven Erlebnissen. Dieter Nuhr begrüßte das Publikum, welches von sehr jung bis sehr alt reichte, in dem er erst einmal alle fragte, ob denn ein Selbstmordattentäter im Raum sei. Nach dieser ersten Pointe schaffte es Dieter Nuhr jedoch die ersten Minuten vorerst nicht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, was ihm jedoch mit der Zeit immer besser gelang. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass er aufgrund der anfänglichen Unruhe etwas nervös war. Oder eventuell auch an der Tatsache, dass man in den ersten Minuten den Eindruck hatte, man würde sich in einer Sauna befinden und ersticken, bis die Verantwortlichen endlich einmal die Belüftung einschalteten.
Nachdem er circa eine Stunde lang sein Programm durchzog, folgte eine Pause, welche 20 Minuten dauern sollte. Leider war dies nicht der Fall und Herr Nuhr kam mit ein paar Minuten Verspätung zurück. Aber Dieter Nuhr setzte damit fort, wo er in seinem ersten Teil aufgehört hatte. Er schaffte es immer wieder, sein Programm mit aktuellen Themen zu verbinden, sei es vom Papst, welchem es nichts nützt, zu beten, wenn sein Autotank leer ist oder den modernen Toiletten, welchem einen Luxushotel gleichkommen, mit der Ausnahme, dass es dort noch keine Mönche gibt, welche einem das Beste Stück des Mannes halten.
Nach gut zwei Stunden Comedy pur, bedankte sich Dieter Nuhr mit mehreren Verbeugungen bei den Zuschauern und verließ umjubelt die Bühne. Was jedoch danach noch kommen sollte, konnte keiner ahnen. Schade für diejenigen, die bereits überhastet den Saal verließen. Zum einen kam Dieter Nuhr zurück auf die Bühne und gab eine rund 30-minütige Zugabe. Dabei bezog er sehr das Publikum mit ein, was vorher leider nicht der Fall war und machte Witze über die Sachsen. Anschließend ging er direkt nach der Zugabe, ohne eine kleine Verschnaufpause, zu seinem Verkaufsstand im Foyer und gab dort ausreichend Autogramme, sowohl auf Autogrammkarten, als auch Büchern, T-Shirts, CDs usw. Doch damit nicht genug. Dieter Nuhr gab für jeden seiner Fans sein letztes Hemd und stellte sich noch bis spät in den Abend hinein für Fotos zur Verfügung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar bei Dieter Nuhr kein Bühnenbild und keine Licht- und Toneffekte gibt, jedoch kommt es bei diesem begnadeten Künstler nicht auf das drum herum an, sondern auf das, was er sagt, sprich dem Inhalt. Dieter Nuhr schafft es auf unnachahmlicher Art und Weise, jeden einzelnen Zuschauer im Publikum über sein Handeln und sein Leben zum Nachdenken zu bringen. Außerdem liegen die Ticketpreise mit 28,50 völlig im Rahmen zu dem, was andere Comedians seiner Klasse verlangen. Mit dem einzigen Vorteil, dass es bei Dieter Nuhr im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern reservierte Sitzplätze gibt. Dies hat zwar den Nachteil, dass einige Leute auf die letzte Minute kommen und dadurch das Publikum stören, jedoch muss man dadurch auch nicht schon stundenlang vorher im Saal sein und sich die Zeit totschlagen.
Falls ihr euch selbst davon überzeugen wollt, dass Dieter Nuhr zu Recht der Gewinner des Deutschen Comedypreises 2010 als Bester Comedian ist, so könnt ihr euch bei Eventim noch einige Resttickets sichern. Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß.
Der Gewinner des Deutschen Comedypreises 2010 in der Kategorie „Bester Comedian“, Dieter Nuhr, war am Donnerstag mit seinem mittlerweile achten Programm Namens „Nuhr die Ruhe“ live on stage in der mit fast 1800 Zuschauern ausverkauften Chemnitzer Stadthalle. Die Veranstaltung begann pünktlich um 20 Uhr, obwohl viele Zuschauer aufgrund des schlechten Wetters und des überfüllten Parkhauses noch nicht den Großen Saal der Stadthalle betreten hatten. Deshalb waren leider die ersten 15 Minuten seines aktuellen Programms hin und wieder von Nachkömmlingen gestört, welche den Holzfußboden auf seine Lautstärke prüften.
Aufgrund dieser Tatsache war auch der Applaus eher verhalten, als Dieter Nuhr überstürzt die Bühne betrat. Es war noch nicht einmal die Beleuchtung im Saal vollständig abgedunkelt, als Dieter Nuhr bereits zwischen den beiden großen schwarzen Vorhängen hervorkam. Leider waren diese eben genannten Vorhänge auch das einzige, was Dieter Nuhr als Bühnenbild zu bieten hatte. Dazu kam nur noch ein Holzständer mit drei Füßen, wo ein Glas zu trinken und leider auch ein Notizbuch darauf lagen, welches er des öfteren zu Hilfe nahm. Meines Erachtens vollkommen unnötig für einen Künstler seiner Klasse.
Doch von all der negativen Kritik zurück zu den vielen positiven Erlebnissen. Dieter Nuhr begrüßte das Publikum, welches von sehr jung bis sehr alt reichte, in dem er erst einmal alle fragte, ob denn ein Selbstmordattentäter im Raum sei. Nach dieser ersten Pointe schaffte es Dieter Nuhr jedoch die ersten Minuten vorerst nicht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, was ihm jedoch mit der Zeit immer besser gelang. Vielleicht lag dies aber auch daran, dass er aufgrund der anfänglichen Unruhe etwas nervös war. Oder eventuell auch an der Tatsache, dass man in den ersten Minuten den Eindruck hatte, man würde sich in einer Sauna befinden und ersticken, bis die Verantwortlichen endlich einmal die Belüftung einschalteten.
Nachdem er circa eine Stunde lang sein Programm durchzog, folgte eine Pause, welche 20 Minuten dauern sollte. Leider war dies nicht der Fall und Herr Nuhr kam mit ein paar Minuten Verspätung zurück. Aber Dieter Nuhr setzte damit fort, wo er in seinem ersten Teil aufgehört hatte. Er schaffte es immer wieder, sein Programm mit aktuellen Themen zu verbinden, sei es vom Papst, welchem es nichts nützt, zu beten, wenn sein Autotank leer ist oder den modernen Toiletten, welchem einen Luxushotel gleichkommen, mit der Ausnahme, dass es dort noch keine Mönche gibt, welche einem das Beste Stück des Mannes halten.
Nach gut zwei Stunden Comedy pur, bedankte sich Dieter Nuhr mit mehreren Verbeugungen bei den Zuschauern und verließ umjubelt die Bühne. Was jedoch danach noch kommen sollte, konnte keiner ahnen. Schade für diejenigen, die bereits überhastet den Saal verließen. Zum einen kam Dieter Nuhr zurück auf die Bühne und gab eine rund 30-minütige Zugabe. Dabei bezog er sehr das Publikum mit ein, was vorher leider nicht der Fall war und machte Witze über die Sachsen. Anschließend ging er direkt nach der Zugabe, ohne eine kleine Verschnaufpause, zu seinem Verkaufsstand im Foyer und gab dort ausreichend Autogramme, sowohl auf Autogrammkarten, als auch Büchern, T-Shirts, CDs usw. Doch damit nicht genug. Dieter Nuhr gab für jeden seiner Fans sein letztes Hemd und stellte sich noch bis spät in den Abend hinein für Fotos zur Verfügung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar bei Dieter Nuhr kein Bühnenbild und keine Licht- und Toneffekte gibt, jedoch kommt es bei diesem begnadeten Künstler nicht auf das drum herum an, sondern auf das, was er sagt, sprich dem Inhalt. Dieter Nuhr schafft es auf unnachahmlicher Art und Weise, jeden einzelnen Zuschauer im Publikum über sein Handeln und sein Leben zum Nachdenken zu bringen. Außerdem liegen die Ticketpreise mit 28,50 völlig im Rahmen zu dem, was andere Comedians seiner Klasse verlangen. Mit dem einzigen Vorteil, dass es bei Dieter Nuhr im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern reservierte Sitzplätze gibt. Dies hat zwar den Nachteil, dass einige Leute auf die letzte Minute kommen und dadurch das Publikum stören, jedoch muss man dadurch auch nicht schon stundenlang vorher im Saal sein und sich die Zeit totschlagen.
Falls ihr euch selbst davon überzeugen wollt, dass Dieter Nuhr zu Recht der Gewinner des Deutschen Comedypreises 2010 als Bester Comedian ist, so könnt ihr euch bei Eventim noch einige Resttickets sichern. Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß.
Inhalt 



Pünktlichkeit


Dauer



Improvisation

Location


Fannähe




Preis



Gesamt







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Kommentare
Ja das war ich...wie hab ich in der News geschrieben: Bei Interesse Karten kaufen ;)....er ist bestimmt demnächst nochmal in eurer Nähe...
Du warst bei Dieter Nuhr? Neid Neid Neid Neid!