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Unheilig rockt die Chemnitzer Arena
Erschienen am 13.12.10 16:53 Uhr in der Kategorie Rezensionen.

Am Samstag, den 11.12.2010, war die deutsche Band Unheilig mit dem Frontmann „Der Graf“ zu Gast in der Arena Chemnitz und wir waren für euch live dabei.

Es ist Samstag, der 11.12.2010 um 18 Uhr. Vor den Toren der Chemnitzer Arena hat sich eine ca. 300 Meter lange Schlange gebildet. Der Grund: Freie Platzwahl und zwei Minitore für den Einlass. Da stellt sich vielen die Frage, ob die ausverkaufte Halle mit rund 11000 Zuschauern bis zu Veranstaltungsbeginn um 19:30 Uhr überhaupt gefüllt sein wird oder ob einige Personen nach über eine Stunde Warten im Regen vielleicht schon die Heimreise antreten?

Man muss den Veranstaltern in der Hinsicht ein Kompliment machen, dass die Parkplatzsituation perfekt geregelt war, auch wenn man dafür fünf Euro zahlen musste. Jedoch musste kein Auto länger als zehn Minuten bei der Abreise warten. Das ist aber auch schon das einzige Positive, was es Seiten des Organisatorischen zu erwähnen gibt. Neben dem katastrophal organisierten Einlass musste man auch bei der Garderobe viel Zeit und Geduld mitbringen. Meines Erachtens komplett unverständlich, wie man ein derart kleines Foyer für so viele Zuschauer zulassen kann. Zum Glück gab es keine Paniksituationen wie beispielsweise zur LoveParade 2010 in Duisburg, sonst hätte es hier sicherlich Tote gegeben.

Als es 19:10 Uhr war, eigentlich noch 20 Minuten bis zum Beginn der Veranstaltung, hörte man aus dem komplett überfüllten Foyer, wo sich Sanitäreinrichtungen, Imbissstände, Garderobe u.v.m. befanden, dass bereits die erste Vorband namens Mono Inc. in der Halle los legte. Die bislang noch ungeklärte Frage, welche sich mir in diesem Moment stellte, war, wieso man eine nach meinem Geschmack so gute Band vor einer halbleeren Halle spielen lies. Nichtsdestotrotz. Nachdem diese sich nach ca. einer halben Stunde bei dem Chemnitzer Publikum bedankte, folgte einige Minuten später die zweite Vorband. Dabei handelte es sich um die norwegische Gruppe Apoptygma Berzerk, welche ihren wahrscheinlich bislang größten Hit mit „Shine on“ performten und welche die Band auch als zweiten Titel zum Besten vortrug. Anschließend folgte eine weitere halbe Stunde langweilige, einschläfernde Rock-Musik mit einem Sänger namens Stephan L. Groth, welcher seine eigenen Texte nicht wirklich beherrschte und einen unsicheren Eindruck auf der Bühne machte. Um 20:45 Uhr war es dann auch endlich vorbei und es wurde ein Vorbericht über Unheilig auf der Leinwand gezeigt, während die Crew das Bühnenbild aufbaute.

Gegen 21 Uhr betrat dann die Band Unheilig mit ihrem Frontmann „Der Graf“ endlich die Bühne und das Publikum war nicht mehr zu halten. Die Band gab bis ca. 22:30 Uhr alles und das Publikum machte sehr gut mit, auch aufgrund der super erzeugten Stimmung des Grafen. Dabei trug sie ihr ganzes Album „Große Freiheit“ vor inkl. ein paar zusätzlichen Songs aus ihrer mittlerweile 10-jährigen, traditionsreichen Geschichte. Es wäre bestimmt noch mehr Stimmung möglich gewesen, wenn man sich bei den Stehplätzen noch etwas bewegen hätte können. Anschließend bedankte sich der durchgeschwitzte Graf bei dem Publikum und verlies die Bühne. Jedoch nicht nur der Graf, sondern auch das Publikum schwitzte durch alle Schweißdrüsen aufgrund einer Belüftung, welche anscheinend nicht einmal existierte. Hinzu kam, dass auf der Bühne mit viel Nebeneffekten gearbeitet wurde und einige Zuschauer auch in der Halle rauchten, obwohl dies ausdrücklich untersagt war. Zum Schluss gab Unheilig noch seine bekanntesten Lieder wie zum Beispiel „Geboren um zu leben“, „Für immer“ und „Unter deiner Flagge“ zum Besten und bedankte sich nochmals ausführlich mit mehreren Verbeugungen zusammen mit den Vorbands vor den Zuschauern und verlies anschließend unter tosendem Applaus die Bühne.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Organisation zwar eine einzige Katastrophe war, jedoch sollte jeder einmal ein Konzert von Unheilig besucht haben, da diese Band die verschiedensten Genres miteinander kombiniert und ihr letztes Hemd auf der Bühne gibt. Des Weiteren gibt Der Graf nicht nur sein musikalisches Talent zum Besten, sondern zeigt des öfteren auch seine Comedy-Ader. Abgerundet wird dieses einmalige Erlebnis von einem wunderschön gestalteten Bühnenbild. Außerdem liegen die Eintrittspreise unter dem Durchschnitt zu Bands, welche mit der Qualität von Unheilig mithalten können.

Falls wir euer Interesse geweckt haben, so könnt ihr euch unter Eventim noch Tickets für die Tour „Große Freiheit II - 10 Jahre Unheilig Jubiläumstour“ oder für die Open Air-Tournee „Heimreise“ im Sommer 2011 buchen. Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß!



Inhalt
Vorbands
Pünktlichkeit
Dauer
Improvisation
Team
Location
Bühnenbild
Organisation
Fannähe
Preis
Gesamt


Georg Dostmann



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Kommentare

georgdostmann schrieb am 14.12.2010 17:05:
Hallo aleunam1,
Es freut mich, dass du der gleichen Ansicht wie ich bist. Und es freut mich auch, dass es jemanden bei Youth FM gibt, der in meiner Nähe wohnt :D.
Liebe Grüße
aleunam1 schrieb am 13.12.2010 21:30:
Hallo,
ich war am Samstag dabei.Unheilig war der Hammer!!1Was ja zuerwarten war. Mono inc hatte als erste Vorband auch gute Stimmung aufgebaut, die aber von Apoptygma Berzerk zunichte gemacht wurde. Aber egal Der Graf hat das Publikum wieder rauf geholt und alles gegeben. Der kann es eben er ist nicht umsonst der Graf!!! Und zu UNheilig geht man ja auch nciht wegen der Vorbands ... ODER???? Ich fand es superoberhammergeil und freu mich schon auf Dresden im Juli2011.
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