Bezahlt wird nicht. – Renitenz Theater Stuttgart
Erschienen am 16.2.11 20:07 Uhr in der Kategorie Events.
Das Geld verliert täglich an Wert, die Arbeitsbedingungen werden immer härter und der Frust des gequälten Arbeitnehmers in gleichem Maße immer größer. Zwar stammt ‚Bezahlt wird nicht’, das Originalwerk des Literaturnobelpreisträgers Dario Fo bereits aus dem Jahre 1974, doch hätte es zweifellos (auch ohne der vom Autor selbst aktualisierten Fassung) unsere Gegenwart nur allzu treffend beschrieben.
In der 2009 verfassten neuen Version des Meisterwerks tauchen moderne, skurrile und subtile Gespenster auf, wie das Stuttgart 21 - Phantom und andere politisch-wirtschaftlichen Phänomene, die das gemeine - oder höflicher umschrieben - einfache Volk nicht zu erfassen vermag. Die Zeiten ändern sich, doch die Probleme des ‚kleinen Mannes’ bleiben im Grunde die Selben.
Als einige aufmüpfige Hausfrauen aus Frust über die vorherrschenden Verhältnisse und die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit des Kapitals unter dem Motto ‚Bezahlt wird nicht’ einen Supermarkt plündern, kommt es im betroffenen Wohnviertel auch unter den männlichen Fabrikarbeitern zur Revolte gegen das Establishment. Im Zuge der folgenden Hausdurchsuchungen geraten zwei befreundete Ehepaare in ziemliche Turbulenzen.
Während die Ehemänner nichts davon ahnen, dass ihre Frauen gestohlene Ware versteckt halten, verstricken sich diese immer mehr in Lügen, um den Diebstahl nicht auffliegen zu lassen. Als Polizisten die Wohnung stürmen stopft sich eine der Frauen das Diebesgut spontan unter den Pullover. Ab diesem Augenblick halten sie Ehemann und Polizei für schwanger, das Schicksal nimmt seinen Lauf.
‚Bezahlt wird nicht’ ist eine Satire, die Probleme des durchschnittlichen Otto Normalverbrauchers auf den Punkt bringt und durchaus auch ernst nimmt. Auf eine für den Zuschauer sehr amüsante Art zeigt das Stück, dass ein Ausscheren aus scheinbar unveränderbaren Lebensumständen durchaus möglich, aber alles andere als ein leichtes Unterfangen ist. Trotz aller Wirrungen und Handgreiflichkeiten beschleicht den Zuschauer zum Ende dieser sehenswerten Satire hin ein unerwartet friedliches Gefühl.
In der 2009 verfassten neuen Version des Meisterwerks tauchen moderne, skurrile und subtile Gespenster auf, wie das Stuttgart 21 - Phantom und andere politisch-wirtschaftlichen Phänomene, die das gemeine - oder höflicher umschrieben - einfache Volk nicht zu erfassen vermag. Die Zeiten ändern sich, doch die Probleme des ‚kleinen Mannes’ bleiben im Grunde die Selben.
Als einige aufmüpfige Hausfrauen aus Frust über die vorherrschenden Verhältnisse und die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit des Kapitals unter dem Motto ‚Bezahlt wird nicht’ einen Supermarkt plündern, kommt es im betroffenen Wohnviertel auch unter den männlichen Fabrikarbeitern zur Revolte gegen das Establishment. Im Zuge der folgenden Hausdurchsuchungen geraten zwei befreundete Ehepaare in ziemliche Turbulenzen.
Während die Ehemänner nichts davon ahnen, dass ihre Frauen gestohlene Ware versteckt halten, verstricken sich diese immer mehr in Lügen, um den Diebstahl nicht auffliegen zu lassen. Als Polizisten die Wohnung stürmen stopft sich eine der Frauen das Diebesgut spontan unter den Pullover. Ab diesem Augenblick halten sie Ehemann und Polizei für schwanger, das Schicksal nimmt seinen Lauf.
‚Bezahlt wird nicht’ ist eine Satire, die Probleme des durchschnittlichen Otto Normalverbrauchers auf den Punkt bringt und durchaus auch ernst nimmt. Auf eine für den Zuschauer sehr amüsante Art zeigt das Stück, dass ein Ausscheren aus scheinbar unveränderbaren Lebensumständen durchaus möglich, aber alles andere als ein leichtes Unterfangen ist. Trotz aller Wirrungen und Handgreiflichkeiten beschleicht den Zuschauer zum Ende dieser sehenswerten Satire hin ein unerwartet friedliches Gefühl.
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