China – Ein-Kind-Politik
Erschienen am 12.5.11 19:52 Uhr in der Kategorie Kolumnen.
Warum gibt es in China die Ein-Kind-Politik ? Was passiert wenn man sich nicht dran hält ? Welche Ausnahmen gibt es ? Welche Folgen hat diese Politik für das Land und die Bevölkerung?
Warum gibt es in China die Ein-Kind-Politik ?
China ist mit rund 1,3 Mrd Einwohner eines der bevölkerungsreichsten Länder. Um die Überbevölkerung zu dämpfen wurde 1979/1980 die Ein-Kind-Politik eingeführt. Die Ein-Kind-Politik ist eine Politik zur Kontrolle des Bevölkerungswachstums China, nach der eine Familie nur ein Kind haben darf, wobei es zu dieser Regel zahlreiche Ausnahmen gibt.
Welche Ausnahmen gibt es ?
Das Verbot mehr als ein Kind zu haben, das die chinesische Ein-Kind-Politik verhängt, umfasst eben nicht alle Chinesen, sondern nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung. Nämlich all jene Chinesen, die laut Eintrag in ihrem Familienbuch Städter sind und die der Han-Mehrheit angehören. Für alle anderen Chinesen gelten nur eingeschränkte Verbote oder Bestimmungen der Ein-Kind-Politik. Die 56 Nationalen Minderheiten, die in China leben, sind von der chinesischen Ein-Kind-Politik sehr viel weniger betroffen. Der volle Umfang der Ein-Kind-Politik gilt ausschließlich für Angehörige der chinesischen Han-Nationalität. Die Han-Nationalität stellt mit über 90% die große Mehrheit der chinesischen Bevölkerung.
Was passiert wenn man sich nicht dran hält ?
Ein Verstoß gegen die Ein-Kind-Politik wird mit einer hohen Geldstrafe bestraft . Immer öfters werden deswegen Schwangerschaften frühzeitig beendet. In den vergangenen 30 Jahren hat die Ein-Kind-Politik Schätzungen zufolge 340 Millionen Geburten verhindert. Wie viele Frauen abgetrieben haben, um den Strafen für ein zweites Kind zu entgehen, wird nie zu klären sein - aber es sind sicher Millionen Menschenleben, die im Mutterleib getötet wurden.
Folgen:
Eine Folge der Ein-Kind-Politik ist, dass sich werdende Eltern entscheiden, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen wollen. In der konfuzianisch geprägten Kultur führt der Sohn die Familienlinie weiter und erweist so den Ahnen Ehre. Für die Altersversorgung der Eltern sind die Söhne verantwortlich, weil die Töchter in fremde Familien einheiraten. All das hat dazu geführt, dass vor allem weibliche Föten abgetrieben werden.
Auf den Einzelkindern lastet ein enormer Druck: Sie müssen erfolgreich sein und gut verdienen, um der Aufgabe gerecht zu werden, die ihre Eltern und die Gesellschaft von ihnen erwarten. Für viele ist der Druck zu groß. In der Altersgruppe der 15-34-Jährigen ist Selbstmord die häufigste Todesursache. Jedes Jahr nehmen sich 250 000 Chinesen das Leben.
Als Folge der kommunistischen Familienpolitik verändert sich das demografische Gefüge auch hinsichtlich der Alterspyramide. Im Jahr 2050 wird etwa ein Viertel der Chinesen über 60 Jahre alt sein. Auf zwei Arbeitskräfte kommt dann ein Pensionär. Das wird für die chinesische Wirtschaft in absehbarer Zeit zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung.
Warum gibt es in China die Ein-Kind-Politik ?
China ist mit rund 1,3 Mrd Einwohner eines der bevölkerungsreichsten Länder. Um die Überbevölkerung zu dämpfen wurde 1979/1980 die Ein-Kind-Politik eingeführt. Die Ein-Kind-Politik ist eine Politik zur Kontrolle des Bevölkerungswachstums China, nach der eine Familie nur ein Kind haben darf, wobei es zu dieser Regel zahlreiche Ausnahmen gibt.
Welche Ausnahmen gibt es ?
Das Verbot mehr als ein Kind zu haben, das die chinesische Ein-Kind-Politik verhängt, umfasst eben nicht alle Chinesen, sondern nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung. Nämlich all jene Chinesen, die laut Eintrag in ihrem Familienbuch Städter sind und die der Han-Mehrheit angehören. Für alle anderen Chinesen gelten nur eingeschränkte Verbote oder Bestimmungen der Ein-Kind-Politik. Die 56 Nationalen Minderheiten, die in China leben, sind von der chinesischen Ein-Kind-Politik sehr viel weniger betroffen. Der volle Umfang der Ein-Kind-Politik gilt ausschließlich für Angehörige der chinesischen Han-Nationalität. Die Han-Nationalität stellt mit über 90% die große Mehrheit der chinesischen Bevölkerung.
Was passiert wenn man sich nicht dran hält ?
Ein Verstoß gegen die Ein-Kind-Politik wird mit einer hohen Geldstrafe bestraft . Immer öfters werden deswegen Schwangerschaften frühzeitig beendet. In den vergangenen 30 Jahren hat die Ein-Kind-Politik Schätzungen zufolge 340 Millionen Geburten verhindert. Wie viele Frauen abgetrieben haben, um den Strafen für ein zweites Kind zu entgehen, wird nie zu klären sein - aber es sind sicher Millionen Menschenleben, die im Mutterleib getötet wurden.
Folgen:
Eine Folge der Ein-Kind-Politik ist, dass sich werdende Eltern entscheiden, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen wollen. In der konfuzianisch geprägten Kultur führt der Sohn die Familienlinie weiter und erweist so den Ahnen Ehre. Für die Altersversorgung der Eltern sind die Söhne verantwortlich, weil die Töchter in fremde Familien einheiraten. All das hat dazu geführt, dass vor allem weibliche Föten abgetrieben werden.
Auf den Einzelkindern lastet ein enormer Druck: Sie müssen erfolgreich sein und gut verdienen, um der Aufgabe gerecht zu werden, die ihre Eltern und die Gesellschaft von ihnen erwarten. Für viele ist der Druck zu groß. In der Altersgruppe der 15-34-Jährigen ist Selbstmord die häufigste Todesursache. Jedes Jahr nehmen sich 250 000 Chinesen das Leben.
Als Folge der kommunistischen Familienpolitik verändert sich das demografische Gefüge auch hinsichtlich der Alterspyramide. Im Jahr 2050 wird etwa ein Viertel der Chinesen über 60 Jahre alt sein. Auf zwei Arbeitskräfte kommt dann ein Pensionär. Das wird für die chinesische Wirtschaft in absehbarer Zeit zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung.
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Kommentare
ich hab grad keine zeit das durchzulesen, sieht schon sehr informativ aus, aber bitte: man setzt KEIN LEERZEICHEN vor einem FRAGEZEICHEN!! ;)