Reader’s Monday 20/11
Erschienen am 16.5.11 15:26 Uhr in der Kategorie Rezensionen.

Diese Woche gibt es echt taffe Mädchen und ein schockierendes Atomkrieg-Szenario zum Schmökern. Jede Menge Adrenalin-Schub und Spannung sind garantiert!

„Meisterklasse“ von Ally Carter

Mit gerade einmal 15 Jahren gehört Kat zweifelsohne zu den jüngsten Genies der Räuberszene. Eigentlich will sie auch nur wie ein normaler Teenager aufwachsen und eine gute High School besuchen. Doch denkste: eines Nachts wird der teure Schlitten ihres Schuldirektors direkt im Brunnen geparkt, ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Schuld daran ist ihr Cousin Hale, der Kat wieder zurück ins Business bringen will. Und das gelingt ihm auch, denn Kat wird beschuldigt und fliegt hochkant aus der Schule. Der Grund ist erdenklich einfach: Mafia Boss Arturo Taccone vermisst wertvolle Stücke aus seiner Bildersammlung, und er beschuldigt Kats Vater, dass er diese gestohlen habe und verfolgt diesen deswegen auch. Kat muss also dafür sorgen, dass ihr Vater nicht in Schwierigkeiten kommt und zusammen mit der Familie die Bilder wieder zurückstehlen. Diese befinden sich an einem ganz ausgefallenen Ort: Hinter anderen wertvollen Gemälden versteckt in einem der sichersten Museen der Welt. Und die Deadline rückt immer näher.

„Meisterklasse“ ist eines der Bücher, welches völlig verschiedene Charaktere lebendig in einem familiären Flair interagieren lässt. Kats familiäres Umfeld wirkt sehr real und ist sehr sympathisch, so eine Familie, die sich auch noch bestens in der Welt der Diebe auskennt, hat man sicher gern. Die Mission, auf die sich der Clan begibt, ist voller Abenteuer und findet an den unterschiedlichsten Schauplätzen statt, sodass das Lesen ein reiner Genuss ist.

„Meisterklasse“ von Ally Carter ist erschienen im FJB-Verlag und kostet 17,95 Euro in der gebundenen Ausgabe. Die ISBN ist 978-3841421234 .

Immer ausgehend von 5
Spannung:
Lesespaß:
Fantasiefaktor:
Gesamteindruck:
Gesamtwertung:


„Überleben“ von S.A.Bodeen

Das Thema könnte gar nicht aktueller sein. Spätestens seitdem es den Super-GAU in Fukushima gegeben hat berichten die Medien fast täglich wieder über Atomenergie. S.A. Bodeen geht ein Szenario durch, welches durchaus real werden könnte, wenn Atomwaffen zum Einsatz kommen sollten. Wie wäre es, wenn man 15 Jahre nach einem nuklearen Anschlag in einem Bunker verbringen müsste, mit seiner ganzen Familie?

Mit zarten sechs Jahren ereilt Eli mit seiner Familie dieses Schicksal. Eines Nachts müssen sie sich in einen Bunker begeben, der sie die nächsten Jahre ihres Lebens beherrschen soll. Bei der Flucht müssen sie seinen Zwillingsbruder Eddy und die Großmutter zurücklassen, was Eli besonders belastet. Der Bunker, Elis Vater ist einer der reichsten Menschen der Welt, ist von vorne bis hinten durchgeplant: Tag und Nacht werden simuliert, die Räume sind ein ziemlich genaues Abbild von deren alten Wohnhaus und Getreide- und Fleischerzeugung sind so organisiert, dass die Familie ihre Nahrungsmittel selbst produzieren kann. Irgendwann aber droht die Stimmung umzuschlagen, denn plötzlich gehen die Tiere ein, sodass das Fleisch ausgeht und Eli verstreitet sich mit seiner Schwester. Auch die Tatsache, dass die Mutter „Ergänzungen“ zeugen soll, welche im Notfall als Nahrungsmittelersatz dienen sollen, machen die Situation auch nicht einfacher. Und als Eli anfängt zu forschen, was draußen wirklich vorgeht, wird ihm auch sein Vater verdächtig, denn der verschweigt ihm anscheinend nicht nur, dass es im Bunker gelegentlich ein WLAN-Signal gibt…

„Überleben“ von Bodeen ist einer dieser Thriller, der einen bis zum Ende packt. Der Anfang der Handlung allerdings ist ziemlich lahm und treibend, aber ab dem Zeitpunkt, an dem Eli das WLAN Signal entdeckt, wird der Leser verdächtig, was wirklich hinter dem Bunker und hinter den Plänen von Elis Vater steckt. Und das erfährt der Leser erst nach und nach.

„Überleben“ von S.A. Bodeen ist erschienen im Oetinger-Verlag und unter der ISBN 978-3-7891-4743-2 für 16,95 Euro zu bekommen.

Immer ausgehend von 5
Spannung:
Lesespaß:
Fantasiefaktor:
Gesamteindruck:
Gesamtwertung:



„Neva“ von Sara Grant

Neva ist ein 16-jähriges Mädchen und lebt in Heimatland, welches von einer undurchdringbaren Energiekuppel, der sogenannten „Protekosphäre“ umgeben ist. Die Regierung von Heimatland beteuert, dass es sich dabei um eine reine Sicherheitsmaßnahme handelt, um die Bevölkerung zu schützen. Aber schnell durchschauen die Bewohner den wahren Zweck dieser Kuppel: er soll die Einwohner von der Flucht vor dem Regime abhalten. Neva und ihre Freundin Sanna machen sich auf den Weg, um herauszufinden, was sich außerhalb der Kuppel befindet und um aufzuklären, weshalb immer wieder Menschen spurlos verschwinden. Währenddessen verschlechtert sich die Situation in Heimatland zunehmend. Die Rohstoffe werden knapp und die Menschen ähneln sich immer mehr, denn sie sind gezwungen, Inzucht zu betreiben. Und Neva verliebt sich in den Freund von Sanna, was sie in tödliche Gefahr bringt.

„Neva“ ist ein weiteres Werk aus dem Genre „Dystopie-Romane“, welches reale Elemente mit Fantasy verbindet. Dabei werden sämtliche Klischees zum Einsatz gebracht, welche man in sämtlichen Romanen dieser Art bereits durchgekaut hat. Trotzdem ist Sara Grant eine der ganz Großen aus dieser Richtung, sodass „Neva“ eines der besseren und spannenderen dystopischen Werke ist.

„Neva“ von Sara Grant ist erschienen im PAN-Verlag unter der ISBN 978-3-426-28348-6 und kostet im Buchhandel 16,99 Euro.

Immer ausgehend von 5
Spannung:
Lesespaß:
Fantasiefaktor:
Gesamteindruck:
Gesamtwertung:


Julian C.



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Kommentare

Radious schrieb am 30.05.2011 20:41:
cool
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