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Kino.to ist down
Erschienen am 8.6.11 17:24 Uhr in der Kategorie Nachrichten.

Die größte und bekannteste deutschsprachige Streaming-Site kino.to ist seit heute Mittag nicht mehr verfügbar.

Nach einem Beschluss der GVU, der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, nahm die Polizei 13 Mitarbeiter der Seite fest und beschlagnahmte zahlreiche Geräte.
Auf der Seite kino.to ist nur noch folgender Text in einer einfachen html-Datei zu lesen:
„Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin:
Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen.
Mehrere Betreiber von KINO.TO wurden festgenommen.
Internetnutzer, die widerrechtlich Raubkopien von Filmwerken hergestellt oder vertrieben haben, müssen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen."

Nach anfänglichen Vermutungen eines Hacks oder eines Scherzes stellte sich schnell heraus, dass tatsächlich eine Razzia der Polizei bei den Betreibern, unter anderem in Sachsen, stattfand, nach der die Polizei diese Nachricht auf der Startseite von kino.to hinterließ.
Die Seite ist nun gelöscht, auch Unterverzeichnisse der Webseite lassen sich nicht mehr aufrufen.

Kino.to war die beliebteste Streaming-Seite im deutschsprachigen Raum. Durch Verlinkung auf die eigentlichen Streaming-Hoster versuchte sich die Seite dem Vorwurf der Verbreitung von Raubkopien zu entziehen. Inzwischen sind auch entsprechende Partnerseiten von kino.to wie zum Beispiel Duckload ebenfalls nicht mehr erreichbar.

Kino.to erfreute sich vor allem bei den Menschen großer Beliebtheit, die sich ansonsten nicht mit illegalen Raubkopien abgaben. Die Benutzung von kino.to galt als salonfähig.
Aufgrund der Streamingtechnik der kino.to-Partner entstand keine vollständige Datei und damit keine illegitime Raubkopie auf den Rechnern der User, womit diese nicht strafrechtlich verfolgt werden konnten.

Kino.to rückte dadurch in den Fokus der Urheberrechtsinhabervertreter, dass die Kino.to-Betreiber durch Werbung und Abonnements-Vorschläge Einnahmen in 7-stelliger Höhe gehabt haben sollen.
Überraschend ist die Razzia dennoch, da die Domain der Internetplattform auf der Insel Tonga registriert ist und die Server ebenfalls im Ausland stehen.


Clemens Geier



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Kommentare

moniii schrieb am 10.06.2011 22:30:
Ich kannte mich da eh nie aus^^
deluc schrieb am 08.06.2011 18:46:
Ich finds gut dass die Kino.to geschlossen haben! Filme illegal aus dem Netz ziehen ist zwar schon ziemlich grenzwertig, aber wenn die Betreiber von den Websites sich noch eine goldene Nase dran verdienen find ichs nicht so dolle.
Seblon schrieb am 08.06.2011 18:32:
Gibt wichtigere Dinge um die sich die Polizei kümmern sollte... aber ne, da nehmen sie uns lieber unseren Spaß.
Gorbis schrieb am 08.06.2011 18:17:
Was kann man dass jetzt verstehen, Timbo? Bist du froh, dass KINO.TO nicht mehr geht? :D
AdlerTimbo schrieb am 08.06.2011 18:10:
Sauber, dass tatsächlich mal was getan wird!
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