Macbeth
Erschienen am 6.1.12 20:15 Uhr in der Kategorie Rezensionen.
Macbeth ist eine Tragödie, aus dem Jahr 1606, die von William Shakespeare verfasst wurde. Dieses Stück wurde im Thalia Theater in Hamburg von Luk Perceval auf Deutsch inszeniert.
Während das ursprüngliche Stück von Shakespeare für heutige Verhältnisse trotz dramaturgischer Meisterleistung eher etwas hölzern anmutet und aufgrund der Sprache kaum mehr verständlich ist, war diese Inszenierung auch für nicht Theater- und Shakespearefreunde gut verständlich, anregend und eindrücklich.
Shakespeares Macbeth handelt vom schottischen Heerführer Macbeth, der aufgrund einer Prophezeiung zum Mörder und damit zum König wird, dann der Tyrannei verfällt, indem er mögliche Gegner aus dem Weg räumen lässt und zum Schluss verliert.
Percevals Inszenierung weicht von der Vorlage Shakespeares in vielen Punkten ab, indem er zum Beispiel die Botschaften der Hexen, die Macbeth den Titel des Thane, die Königswürde und seinem Freund Banquo die Ahnenschaft von Königen prophezeien, von anderen Charakteren übermitteln lässt, indem diese, vom Publikum abgewandt sprechen und somit die Vermutung nahelegen, die Prophezeiung hätte nur im Kopf der beiden stattgefunden.
Die Hexen selber werden als nackte, nur durch ihre Haare bedeckte Frauen, die sich im Schatten der Bühne bewegen, repräsentiert und erinnern an die permanente Anwesenheit der Prophezeiung in Macbeth‘ Geist.
Auch der Ton zwischen den Figuren unterscheidet sich von Shakespeare. Während die Originale eine permanente Distanz haben und sehr geschwollen reden, halten sich die Figuren dieser Fassung an einen bodenständigen, weniger distanzierten Sprachstil, der bis zu leichten Flapsigkeiten durch Lady Macbeth geht. Ein Stil, der der heutigen Sprach- und Theaterkultur eher angemessen ist, als ein pures Durchpauken von Shakespeares Sprachkunst.
Diese Unterschiede in der Sprache tun dem Stück in seiner Eindrucksgewalt aber keinen Abbruch.
Schon durch die Intensität der Schauspielkünste von Bruno Cathomas als Macbeth, Maja Schöne als Lady Macbeth, zweier großartiger Theaterschauspieler. Während in Zeiten des Fernsehens und Hollywood kaum mehr großer Ausdruck benötigt wird, ist er im Theater nach wie vor eine Notwendigkeit, um den Zuschauer von der Handlung zu überzeugen.
Als Paar Macbeth, im Gleichschritt aus Liebe, Wahnsinn und Angst, durch Schönes fatales Lachen und Cathomas guttural gurgelnden Wahn, lassen sie den Zuschauer fast vergessen, dass er im Theater sitzt.
Macbeth im Thalia Theater war ein Erlebnis, mit dem ein Fernsehabend zuhause einfach nicht verglichen werden kann.
Während in Hollywood weniger die schauspielerische Kunst zählt, als das Aussehen des Schauspielers, dem oft mit Schönheitsoperationen nicht nur zu einer zweiten Jugend verholfen wird, während in Filmen Explosionen, kitschige Liebesromanzen und flacher Humor oft vor Dramaturgie gehen und sich Hollywood sowieso dem Happy End verschrieben hat, ist in den meisten Theatern der Welt die darstellerische Kunst ein hohes Gut.
Trotzdem geht heute kaum mehr jemand ins Theater. Lieber sitzt man Popcorn mampfend vor dem Fernseher oder im Kino, lacht nicht mal mehr über Witze und wundert sich, warum die Filme so schlecht werden.
Wer dieser Dauerberieselung überdrüssig ist, sollte sich doch einfach mal mit Freunden in das nächstgelegene Theater aufmachen. Es muss ja nicht gleich, Shakespeare sein. Auch moderne Dramaturgen sind durchaus in der Lage, dem Zuschauer ein intensives Erlebnis zu bescheren.
Während das ursprüngliche Stück von Shakespeare für heutige Verhältnisse trotz dramaturgischer Meisterleistung eher etwas hölzern anmutet und aufgrund der Sprache kaum mehr verständlich ist, war diese Inszenierung auch für nicht Theater- und Shakespearefreunde gut verständlich, anregend und eindrücklich.
Shakespeares Macbeth handelt vom schottischen Heerführer Macbeth, der aufgrund einer Prophezeiung zum Mörder und damit zum König wird, dann der Tyrannei verfällt, indem er mögliche Gegner aus dem Weg räumen lässt und zum Schluss verliert.
Percevals Inszenierung weicht von der Vorlage Shakespeares in vielen Punkten ab, indem er zum Beispiel die Botschaften der Hexen, die Macbeth den Titel des Thane, die Königswürde und seinem Freund Banquo die Ahnenschaft von Königen prophezeien, von anderen Charakteren übermitteln lässt, indem diese, vom Publikum abgewandt sprechen und somit die Vermutung nahelegen, die Prophezeiung hätte nur im Kopf der beiden stattgefunden.
Die Hexen selber werden als nackte, nur durch ihre Haare bedeckte Frauen, die sich im Schatten der Bühne bewegen, repräsentiert und erinnern an die permanente Anwesenheit der Prophezeiung in Macbeth‘ Geist.
Auch der Ton zwischen den Figuren unterscheidet sich von Shakespeare. Während die Originale eine permanente Distanz haben und sehr geschwollen reden, halten sich die Figuren dieser Fassung an einen bodenständigen, weniger distanzierten Sprachstil, der bis zu leichten Flapsigkeiten durch Lady Macbeth geht. Ein Stil, der der heutigen Sprach- und Theaterkultur eher angemessen ist, als ein pures Durchpauken von Shakespeares Sprachkunst.
Diese Unterschiede in der Sprache tun dem Stück in seiner Eindrucksgewalt aber keinen Abbruch.
Schon durch die Intensität der Schauspielkünste von Bruno Cathomas als Macbeth, Maja Schöne als Lady Macbeth, zweier großartiger Theaterschauspieler. Während in Zeiten des Fernsehens und Hollywood kaum mehr großer Ausdruck benötigt wird, ist er im Theater nach wie vor eine Notwendigkeit, um den Zuschauer von der Handlung zu überzeugen.
Als Paar Macbeth, im Gleichschritt aus Liebe, Wahnsinn und Angst, durch Schönes fatales Lachen und Cathomas guttural gurgelnden Wahn, lassen sie den Zuschauer fast vergessen, dass er im Theater sitzt.
Macbeth im Thalia Theater war ein Erlebnis, mit dem ein Fernsehabend zuhause einfach nicht verglichen werden kann.
Während in Hollywood weniger die schauspielerische Kunst zählt, als das Aussehen des Schauspielers, dem oft mit Schönheitsoperationen nicht nur zu einer zweiten Jugend verholfen wird, während in Filmen Explosionen, kitschige Liebesromanzen und flacher Humor oft vor Dramaturgie gehen und sich Hollywood sowieso dem Happy End verschrieben hat, ist in den meisten Theatern der Welt die darstellerische Kunst ein hohes Gut.
Trotzdem geht heute kaum mehr jemand ins Theater. Lieber sitzt man Popcorn mampfend vor dem Fernseher oder im Kino, lacht nicht mal mehr über Witze und wundert sich, warum die Filme so schlecht werden.
Wer dieser Dauerberieselung überdrüssig ist, sollte sich doch einfach mal mit Freunden in das nächstgelegene Theater aufmachen. Es muss ja nicht gleich, Shakespeare sein. Auch moderne Dramaturgen sind durchaus in der Lage, dem Zuschauer ein intensives Erlebnis zu bescheren.
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