14.4.12 18:30 Uhr von Sascha

Altersheim für Junkies - Sonstiges - Artikelarchiv

In der niederländischen Stadt Den Haag gibt es eine Neuheit auf dem Gebiet der Altenpflege.

Die Welt ist im stetigen Wandel. Viele Dinge ändern sich. Vor allem in der Gesellschaft. So müssen sich auch viele Dinge im Bezug auf diesen Wandel ändern. Ein Teil dieses Wandels ist, dass die Bevölkerung in den entwickelten europäischen Staaten immer Älter wird.
Damit erlangen auch viele verschiedenste Menschen unserer Gesellschaften ein hohes Alter. Auch jene, welche es in der Gesellschaft nicht leicht hatten und haben. Junkies.
Die drittgrößte Stadt Hollands, Den Haag, hat sich dem Wandel auch angepasst und bietet eine neue Form des Altersheimes an. Ein Altersheim für Junkies.
„Woodstock“ nennt sich die Einrichtung für Drogenabhängige, ins Alter gekommene Menschen. Seit 2008 hält das Heim die Türen für Junkies ab 45 Jahren geöffnet. Eine Altersgrenze nach Oben gibt es nicht. Die Heimleitung verbietet den Bewohnern den Konsum nicht. Es wird sogar Methadon als Ersatzmittel für Drogen angeboten und verabreicht. Trotzdem will die Heimleitung keine Rehabilitation der Bewohner.
„Woodstock“ unterscheidet sich auch äußerlich stark von anderen Altersheimen. Berichten zufolge ist die Einrichtung und Gestaltung des Hauses äußerst modern. Statuen und Pop-Art Drucke verzieren etliche Räume und tragen neben einer Jukebox und Billardtischen zum Wohlbefinden der Süchtigen bei.
Von offiziellen Seiten wurde das Heim durchaus schon gelobt. Statistiken des Gesundheitsamtes zufolge, sank die Rate der Kleinkriminalität in Den Haag um vier Prozent, in den entsprechenden Altersstufen.

[small]Artikelbild: Arno Bachert / pixelio.de[/small]

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