Aktueller Titel: Sean Paul: "We Be Burnin`"
Netzschau zur Sicherheitskonferenz Friedliche Widerstandskäm
Erschienen am 7.2.09 22:09 Uhr in der Kategorie Nachrichten.

«Sie reden von ‹Sicherheit›, doch ihre Politik bedeutet Krieg, Folter und Militarisierung.» Das behaupten Kritiker und Gegner der Konferenz für Sicherheitspolitik, die zurzeit in München stattfindet. Im Netz mobilisiert sich der Widerstand. Im 60. Jahr des Bestehens der Nato treffen sich seit gestern in München hochrangige Militärstrategen, Staatschefs und Politiker zur Sicherheitskonferenz. Während bei der 45. Auflage über den Weltfrieden diskutiert wird, mobilisieren sich Gegner und Kritiker im Netz. Ihr diesjähriges Motto lautet: «Smash We Can» (Wir können zerschlagen), angelehnt an Barack Obamas Wahlmotto «Yes We Can». Dabei dient das Netz als Multiplikator. Ein Video auf Youtube etwa will Menschen für die Demonstration gegen die Konferenz heute auf dem Marienplatz in München mobilisieren. Das Argument: Die Konferenz sei der Ort, an dem Kriege propagiert und Rüstungsgeschäfte eingefädelt würden. Längst üben die Gegner im Internet den Schulterschluss, zum Beispiel mit einem eigenen Youtube-Kanal. Und auf der Internetseite www.sicherheitskonferenz.de sind Organisationen und Aktionsbündnisse zu finden wie «Gegen Krieg und Rassismus», «Keine Nato», das Münchener Friedensbündnis oder Attac München, die gemeinsam zu Demonstrationen und Gegenprogrammen zur Münchener Konferenz aufrufen. So unterschiedlich die Organisationen sein mögen, sie fordern alle dasselbe: «Nato abschaffen und für eine gerechte Weltpolitik demonstrieren. Eine andere Welt ist möglich.» Bei der Kundgebung am Marienplatz will das Münchener und Amerikanische Sicherheitskomitee zum zweiten Mal auch seinen Preis «Frieden aus Überzeugung» verleihen. Dieses Jahr soll er an den amerikanischen Armee-Spezialisten André Shepard gehen - unter anderem «für seine Überzeugung, dass friedliche Verhandlungen der einzige Weg zur Konfliktlösung sind» oder «für die Überzeugung, dass US-Kriege gegen Afghanistan und Irak illegale Kriege sind und er deshalb verpflichtet ist, an diesen Kriegen nicht teilzunehmen.»

Arne Beckmann



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