Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland
Erschienen am 31.8.09 11:52 Uhr in der Kategorie Nachrichten.
Rückschläge für die CDU im Saarland und in Thüringen, Erfolge für die FDP und die Linke: So lässt sich der „Superwahlsonntag“ gestern zusammenfassen.
In Thüringen, Sachsen und im Saarland waren Landtagswahlen und die Ergebnisse überraschen: Während die CDU in Sachsen nur wenige Stimmen verliert und dort nun mit der FDP wohl eine Regierung bilden wird, geht es in den beiden anderen Bundesländern jeweils zweistellig nach unten.
Vor allem im Saarland trifft es die CDU hart, 13 Prozent ging es hier bergab. Der große Wahlgewinner heißt Linke: 2004 noch deutlich unter der Fünfprozent-Marke, erreichten sie dieses Jahr 21,3 Prozent und haben damit die Möglichkeit, mit der SPD und den Grünen eine Mehrheit zu bilden und als Regierung in den Landtag einzuziehen. Zu verdanken haben die Linken dies wohl vor allem einem: Ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine.
Doch auch in Thüringen erging es der CDU nicht besser. 11,8 Prozent wurden hier verloren, welche auch hier an die SPD bzw. an die Linken gingen. Damit gibt es hier ebenfalls zwei mögliche Regierungskonstellationen, einmal die große Koalition aus CDU und SPD und zum anderen, wie schon oben erwähnt, Rot-Rot-Grün.
Insgesamt ist dies ein harter Rückschlag für die CDU, welche sich nun bis zur Bundestagswahl nochmal neu mobilisieren und ordnen muss. Sogar Stimmen aus den eigenen Reihen fordern von Merkel mehr Leidenschaft und ein überarbeitetes Wahlprogramm. Ein Lichtblick für die angestrebte Schwarz-Gelbe Koalition gibt die FDP, welche in allen Bundesländern etwa vier Prozent gewinnen konnte.
Für die SPD sind die Ergebnisse ein kleiner Hoffnungsschimmer. Zwar konnte sie nicht unbedingt brillieren, doch der mögliche Koalitionspartner, die Linken, dafür umso mehr.
Politisch gesehen verlagern sich die Gewichte immer mehr auf die unterschiedlichen Seiten. Frühere CDU-Wähler wandern zur konservativeren FDP ab, während immer mehr SPD-Wähler die noch sozialere Linke wählen. Die jetzigen Ergebnisse heizen den Wahlkampf aber auf jeden Fall nochmal kräftig an und man kann gespannt auf die Bundestagswahl in vier Wochen blicken!
Quelle: Spiegel Online
In Thüringen, Sachsen und im Saarland waren Landtagswahlen und die Ergebnisse überraschen: Während die CDU in Sachsen nur wenige Stimmen verliert und dort nun mit der FDP wohl eine Regierung bilden wird, geht es in den beiden anderen Bundesländern jeweils zweistellig nach unten.
Vor allem im Saarland trifft es die CDU hart, 13 Prozent ging es hier bergab. Der große Wahlgewinner heißt Linke: 2004 noch deutlich unter der Fünfprozent-Marke, erreichten sie dieses Jahr 21,3 Prozent und haben damit die Möglichkeit, mit der SPD und den Grünen eine Mehrheit zu bilden und als Regierung in den Landtag einzuziehen. Zu verdanken haben die Linken dies wohl vor allem einem: Ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine.
Doch auch in Thüringen erging es der CDU nicht besser. 11,8 Prozent wurden hier verloren, welche auch hier an die SPD bzw. an die Linken gingen. Damit gibt es hier ebenfalls zwei mögliche Regierungskonstellationen, einmal die große Koalition aus CDU und SPD und zum anderen, wie schon oben erwähnt, Rot-Rot-Grün.
Insgesamt ist dies ein harter Rückschlag für die CDU, welche sich nun bis zur Bundestagswahl nochmal neu mobilisieren und ordnen muss. Sogar Stimmen aus den eigenen Reihen fordern von Merkel mehr Leidenschaft und ein überarbeitetes Wahlprogramm. Ein Lichtblick für die angestrebte Schwarz-Gelbe Koalition gibt die FDP, welche in allen Bundesländern etwa vier Prozent gewinnen konnte.
Für die SPD sind die Ergebnisse ein kleiner Hoffnungsschimmer. Zwar konnte sie nicht unbedingt brillieren, doch der mögliche Koalitionspartner, die Linken, dafür umso mehr.
Politisch gesehen verlagern sich die Gewichte immer mehr auf die unterschiedlichen Seiten. Frühere CDU-Wähler wandern zur konservativeren FDP ab, während immer mehr SPD-Wähler die noch sozialere Linke wählen. Die jetzigen Ergebnisse heizen den Wahlkampf aber auf jeden Fall nochmal kräftig an und man kann gespannt auf die Bundestagswahl in vier Wochen blicken!
Quelle: Spiegel Online
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