Aktueller Titel: Marlon Roudette: "Anti Hero"
Am 27. September wird gewählt! Nur wen?
Erschienen am 25.9.09 18:21 Uhr in der Kategorie Nachrichten.

Am 27. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Doch was soll man machen, wenn man keine Ahnung von Politik und den Parteien hat? Den netten Mann dort oder die sympathische Dame auf der anderen Seite wählen? Oder überhaupt nicht wählen gehen? Um euch die Wahl am 27. September zu vereinfachen, stellen wir euch hier die Parteien und ihre Ziele vor.

Als erstes haben wir die Regierungspartei der Christdemokraten (CDU). Sie stellen zur Zeit die Bundeskanzlerin Angela Merkel und verfolgen mehrere Ziele. Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht gerade die Ankündigung der CDU, dass die Einkommensteuer in zwei oder drei Jahren gesenkt werden soll. Die Partei will damit die Wirtschaft ankurbeln, somit Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Kritiker (z.B. die SPD) halten jedoch mit dem Argument dagegen, dass solche Steuersenkungen mit Kürzungen der Rente oder der sozialen Ausgaben finanziert werden müssen.
Als Wunschkoalitionspartner sieht die CDU die FDP, da sie denkt, dass sie mit dieser Partei ihre Ziele am besten durchsetzen kann.

An zweiter Stelle finden wir die Sozialdemokraten (SPD). Sie haben die letzte Legislaturperiode zusammen mit der CDU eine „große Koalition“ gebildet und sind für mehr Gerechtigkeit in Deutschland. Das wollen sie zum Beispiel dadurch bezwecken, dass sie die Spitzensteuersätze für die Reichen nach oben setzen und die Steuern für die Ärmeren senken. Die SPD zog die Aufmerksamkeit mit der Behauptung auf sich, dass sie bis 2014 eine Vollbeschäftigung in Deutschland erreichen will, das heißt, dass niemand mehr arbeitslos sein soll. Die meisten denken jedoch, dass dies nur ein leeres Wahlversprechen sei und das Ziel nicht erreichbar ist.

Danach steht die Freie Demokratische Partei (FDP) auf dem Zettel. Sie verfolgt hauptsächlich wirtschaftliche Ziele: Dabei steht auch hier die Schaffung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt. Außerdem will sie mit dem Motto „Soviel Staat wie nötig, so wenig Staat mit möglich“ punkten. Das bedeutet, dass sie nur geringfügig in die offene Marktwirtschaft und das öffentliche Leben eingreifen will.

Danach haben wir noch Die Grünen. Schon aus dem Namen kann man erahnen, worum es sich handelt. Sie setzen sich für die Umwelt und das Klima ein. Dabei steht in diesem Jahr die Abschaffung der Atomenergie im Mittelpunkt. Diese wollen sie in mehreren Schritten durch Wind-, Wasser- und Solarenergie ersetzen. Ob dieser Plan jedoch gelingt, ist fraglich.

Um die Liste zu vervollständigen, möchten wir jetzt noch kurz die Extrembeispiele der beiden Seiten (links und rechts) vorstellen.

Extrem links ist (wer hätte es geglaubt?) die Linkspartei. Sie stellt sich selber als „Retter der Armen“ dar und hätte am liebsten ein Land, in dem jeder gleich viel hat. Nach Erfolgen in den Bundesländern wollen sie nun auch im Bundestag ein mächtiges Wörtchen mitsprechen.

Auf der anderen Seite steht die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Sie verfolgt zum Beispiel mit dem Motto „Heimreise statt Einreise“ eine ausländerfeindliche Politik. Am liebsten hätten sie alle Ausländer aus dem Land und die Einwanderungsverfahren sehr stark verschärft bzw. die Grenzen für Ausländer ganz verschlossen. Wir würden stark davon abraten, diese Partei zu wählen!

Wir hoffen, wir konnten euch hiermit die Wahl ein wenig erleichtern und werden euch natürlich auch nach der Wahl auf dem Laufenden halten!


Quelle: Wikipedia

Patrick M.



Trackbacks: (URL: http://www.youth-fm.de/trackback.php?id=638)

Noch keine Trackbacks vorhanden.

Kommentare

WerPix schrieb am 26.09.2009 19:23:
Hallo Julian. Natürlich ist in diesem Artikel nicht alles aufgeführt, was die Parteien in ihren teilweise über 100 Seiten langem Programm versprechen. Das würde den Rahmen dieser - auch ohne diese Punkte 512 Wörter langen - Artikel sprengen. Daher sind nur die wichtigsten und am heißesten diskutierten Punkte der Wahlkampfprogramme aufgeführt. Die SPD hat Vollbeschäftigung verspreochen, nicht "nur" 4 Millionen Arbeitsplätze. Ich bezweifle aber auch, dass das möglich ist (und vor allem in nur einer Branche)...Mir war schon klar, dass eine solche News sehr heikel ist und Kritk hervorrufen könnte, ich habe jedoch versucht, so objektiv wie möglich zu schreiben und hoffe, dass es so einigermaßen in Ordnung ist!
Vergissmeinnicht schrieb am 26.09.2009 14:33:
Lieber Patrick, ich habe deine News mit großem Interesse gelesen, muss dir aber leider in vielen Punkten widersprechen! Du hast leider die Ziele der SPD nicht aufgeführt, sprich: Gleichberechtigung, die Bildungspolitik etc. 2. ist die Aussage, dass die SPD bis 2014 Vollbeschäftigung versprochen hat, so nicht ganz richtig. Die SPD will in dieser Zeit lediglich 4 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen, im Bereich Gesundheit und erneuerbare Energien (wo wir derzeit Marktfürhrer sind). Die CDU hat in "naher Zeit" die Vollbeschäftigung versprochen. Wenn du die Quellen hierfür willst, melde dich einfach bei mir :)
WerPix schrieb am 26.09.2009 09:46:
siehe hier: http://www.youth-fm.de/artikel_633.htm
Seblon schrieb am 26.09.2009 08:37:
Mir fehlen hier die Piraten! Die sind interessant für alle die im Internet unterwegs sind.
Einloggen um einen Kommentar zu schreiben:

Username:

Passwort:



Dieser Artikel ist Eigentum des Jugendradios Youth FM und des jeweiligen Redakteurs. Ohne schriftliche Genehmigung dürfen Teile dieses Textes ausschließlich zur privaten Nutzung kopiert werden.
Eine Übersicht aller Artikel findest du in unserem Artikel-Archiv
Billige Reisen
Besuche doch mal unseren Teamspeak³-Server oder unseren Chat.