Drahtzieher des 11.September vor Gericht
Erschienen am 14.11.09 15:31 Uhr in der Kategorie Nachrichten.
Der Jahrhundertprozess der US-Justiz läuft an. Die Drahtzieher des 11.September, werden nach acht Jahren, endlich vor Gericht gestellt. Fünf Männer die alle der Terrorgruppe Al-Qaida angehören, allen voran Chalid Scheich Mohammed, der selbsternannte 9/11-"Mastermind". Das Moynihan Courthouse in Manhattan, ist nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch das größte Gerichtsgebäude Amerikas. Es liegt am Foley Square, ausgerechnet der Ort, der nur wenige hundert Meter vom Unglücksort entfernt liegt.
Die Angeklagten sollen eine öffentliche Verhandlung bekommen, keine Militärverhandlung. Für US-Präsident Obama und Justizminister Eric Holder birgt dieses ''Präzedenzverfahren'' gewisse Risiken. Mohammed wurde in Guantanamo Bay, der Folter unterzogen. Ein faires Verfahren, muss der Justizminister Eric Holder organisieren und läuft damit sogar Gefahr, dass es am Ende zu einem Freispruch geben wird.
Holder gab sich gelassen: "Welchem Richter auch immer dieser Fall zufällt, er wird die Würde des Verfahrens wahren." Auch hätte die Anklage genügend Belastungsmaterial, "das der Öffentlichkeit noch nicht bekannt ist", um die Fünf auch völlig ohne Rückgriff auf die Folteraussagen zu verurteilen. "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir Erfolg haben werden."
Die Hinterblieben von 9/11 fordern einen Militärverfahren. "Wir sind enttäuscht und ehrlich gesagt, empört", sagte Ed Kowalski, der Chef der Hinterbliebenengruppe 9/11 Families for a Secure America, Spiegel Online. "Kriegsverbrecher gehörten vor ein Militärgericht, sie verdienten keinen schönen, zivilen Rechtsschutz.''
Der 11.September 2001 sei ein krimineller Akt gewesen, kein Akt des Krieges, ist aber bis heute eine ungeklärte Streitfrage. Es wurden für die Verhandlung mehrere ''Overflow'' -Säle geben, in denen Man per Video alles beobachten kann. Man rechnet mit mehreren Tausend Menschen, die den Prozess mitverfolgen wollen. Das Gerichtsverfahren wird allem Anschein nach erst im nächsten Jahr beginnen, da es noch eine lange Zeit der Vorbereitung braucht.
Quelle: Spiegel Online
Bild:© georgmaster / aboutpixel
Die Angeklagten sollen eine öffentliche Verhandlung bekommen, keine Militärverhandlung. Für US-Präsident Obama und Justizminister Eric Holder birgt dieses ''Präzedenzverfahren'' gewisse Risiken. Mohammed wurde in Guantanamo Bay, der Folter unterzogen. Ein faires Verfahren, muss der Justizminister Eric Holder organisieren und läuft damit sogar Gefahr, dass es am Ende zu einem Freispruch geben wird.
Holder gab sich gelassen: "Welchem Richter auch immer dieser Fall zufällt, er wird die Würde des Verfahrens wahren." Auch hätte die Anklage genügend Belastungsmaterial, "das der Öffentlichkeit noch nicht bekannt ist", um die Fünf auch völlig ohne Rückgriff auf die Folteraussagen zu verurteilen. "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir Erfolg haben werden."
Die Hinterblieben von 9/11 fordern einen Militärverfahren. "Wir sind enttäuscht und ehrlich gesagt, empört", sagte Ed Kowalski, der Chef der Hinterbliebenengruppe 9/11 Families for a Secure America, Spiegel Online. "Kriegsverbrecher gehörten vor ein Militärgericht, sie verdienten keinen schönen, zivilen Rechtsschutz.''
Der 11.September 2001 sei ein krimineller Akt gewesen, kein Akt des Krieges, ist aber bis heute eine ungeklärte Streitfrage. Es wurden für die Verhandlung mehrere ''Overflow'' -Säle geben, in denen Man per Video alles beobachten kann. Man rechnet mit mehreren Tausend Menschen, die den Prozess mitverfolgen wollen. Das Gerichtsverfahren wird allem Anschein nach erst im nächsten Jahr beginnen, da es noch eine lange Zeit der Vorbereitung braucht.
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