Im Demjanjuk-Prozess wird es eng
Erschienen am 30.11.09 20:36 Uhr in der Kategorie Nachrichten.
Und das kann man wortwörtlich nehmen! Heute fand der Prozess gegen den Massenmörder John Demjanjuk statt im Münchener Strafjustizzentrum. Demjanjuk wird vorgeworfen, im Jahre 1943 als Wachmann im Vernichtungslager Sobibor bei 27.900 Mordfällen Hilfe geleistet zu haben. Der Prozess gegen den 89-Jährigen steht im allgemeinen Weltinteresse, allein im voraus haben sich 211 Journalisten aus der ganzen Welt angemeldet - bei 147 insgesamt vorhandenen Plätzen. Auch zahlreiche Angehörige von Opfern werden erwartet, sowie 40 Nebenkläger. Man kann sich ausmalen, dass das nicht ganz klappen kann.
In Deutschland allerdings ist im Paragraphen 169 des Gerichtsverfassungsgesetzes verankert, dass Gerichtsverhandlungen „öffentlich“ sind. Das bedeutet, dass die Öffentlichkeit ein gutes Recht hat, bei dem Verfahren anwesend zu sein. Dies kann allerdings nicht im vollen Maße gewährleistet werden. Die Idee, dass man per Videoübertragung das ganze auch nach außen ausstrahlen könnte, kann man getrost vergessen, da das per Gesetz verboten ist. Bleibt also nur der berühmtberechtigte Spruch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 30.November 2009 (Heribert Prantl, „Die ganze Welt auf 147 Plätzen“)
In Deutschland allerdings ist im Paragraphen 169 des Gerichtsverfassungsgesetzes verankert, dass Gerichtsverhandlungen „öffentlich“ sind. Das bedeutet, dass die Öffentlichkeit ein gutes Recht hat, bei dem Verfahren anwesend zu sein. Dies kann allerdings nicht im vollen Maße gewährleistet werden. Die Idee, dass man per Videoübertragung das ganze auch nach außen ausstrahlen könnte, kann man getrost vergessen, da das per Gesetz verboten ist. Bleibt also nur der berühmtberechtigte Spruch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 30.November 2009 (Heribert Prantl, „Die ganze Welt auf 147 Plätzen“)
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Kommentare
Ein schönes Foto haste da ausgewählt...den Fotograf kenn ich sogar xD