Buchtipp: Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb
Erschienen am 10.3.10 18:01 Uhr in der Kategorie Rezensionen.
Es gibt so eine Fülle an Phänomenen, die wir als mysteriös und unerklärlich betrachten, die aber den meisten unter uns bekannt sind. Beispielsweise die Story, dass die Uhr in irgendeines Opas Sterbezimmer zum Todeszeitpunkt stehengeblieben ist oder, dass es einen Kater im US Bundesstaat Rhode Island gibt, Oscar ist sein Name, der den Tod von Patienten in einem Krankenhaus vorhersehen kann und das kenntlich macht, indem er sich ca. 2 Stunden vor dem Tod des Patienten sich zu ihm gesellt. Auch etliche UFO-Sichtungen und nächtliche Besuche von Geistern und Aliens sind Phänomene, von denen zahlreich auf der ganzen Welt berichtet wird. Da stellt sich doch die berechtigte Frage, ob es wirklich übernatürliche Dinge gibt, die die Wissenschaft einfach nicht erklären kann... oder was sonst hinter den Phänomenen steckt, was wir mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen können.
Autor Bernd Harder, welcher sich bei der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) als Vorstandsmitglied, sowie als Chefreporter des GWUP Magazins „Skeptiker“ engagiert, geht den Ursachen solcher paranormaler Phänomene skeptisch auf den Grund. In seinem neuesten Werk „Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb: Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene“, welches am 1. April in die Bücherläden kommen wird, geht er auf bekannt kompetente Art und Weise auf mögliche, wissenschaftliche Erklärungen für vermutet unerklärliche Phänomene ein. Anders als bei seinen Werken „Warum machen Querstreifen dick?“ (erschienen im Knaur Verlag am 1. April 2007) und „Warum Krokodile nur bei Gewitter Sex haben“ (ebenfalls erschienen im Knaur Verlag am 1. Oktober 2006) gliedert er neun große Oberthemen jeweils in drei Teile: „Nachtseite“, „Im Dämmerlicht“ und „Die Tagseite“.
Die „Nachtseite“ schildert jeweils, worum es sich bei den jeweiligen Phänomenen jeweils generell handelt. Zeugenberichte mit Quellenangabe werden gekonnt zum Einsatz gebracht, um die Problematik zu veranschaulichen. Bei „Im Dämmerlicht“ werden dann in der ersten Person eine Hand voll Beispielfälle abgehandelt, in denen mysteriöse Erscheinungen und Erzählungen geschildert werden. Wie Harder im Vorwort betont, sind diese teilweise ein wenig dramatisiert und überspitzt worden. Gerade diese Fakten sorgen dafür, dass diese kurzen Stories, die sehr lebhaft erzählt werden, an jedem nächtlichen Lagerfeuer der Hit sein werden. Leider merkt man mit dem Fortschreiten der Kapitelzahl jedoch auch, dass die Geschichten alle sehr ähnlich sind, dem gleichen Schema unterliegen. In so gut wie jeder Geschichte stirbt jemand oder wird jemand sterben, dessen Tod wird jedoch durch ein Zeichen angekündigt oder etwa seltsames ereignet sich während dem Sterben einer vertrauten Person. Dabei werden häufig nur Details variiert, sodass man das Gefühl bekommt, dasselbe mehrmals zu lesen. Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit „Die Tagseite“, welche wissenschaftliche Erklärungen, ebenfalls mit Quellenangaben, für die abgehandelten Phänomene liefert. Dabei bleibt Bernd Harder weitgehenst objektiv und verurteilt die Personen, die von solchen Phänomenen berichten, auch in keiner Weise. Seine Erklärungen erscheinen schnell schlüssig und sind einfach zu verstehen und nachzuvollziehen. An einigen Stellen gibt es durchaus auch den einen oder anderen „Aha-Effekt“. Vor allem die Affinität zu Internetquellen gefällt: so verweist er bei UFO-Erscheinungen auf Youtube, wo man sehen kann, wie fliegende Party-Deko einer UFO-Erscheinung erschreckend ähneln kann.
Insgesamt hat es Bernd Harder wieder geschafft, ein kurzweiliges Buch zu erschaffen, welches Fragen klärt, die wir uns im Alltag schon öfter gestellt haben, welches aber auch in gesundem Maße dazu anregt, skeptisch auf „unerklärliche Phänomene“ einzugehen und diese nach den tatsächlichen Ursachen zu hinterfragen. Sehr schön passt dazu einer seiner letzten Sätze im Buch: „Eventuell findet sich im Nachhinein eine logische, nachvollziehbare Erklärung - und oft ist übrigends der erste Gedanke dazu auch der richtige“. Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen.

„Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb“ von Bernd Harder erscheint am 1. April 2010 im Knaur-Verlag und kostet im Taschenbuchformat 7,95 Euro. ISBN: 978-3-426-78305-4.
Autor Bernd Harder, welcher sich bei der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) als Vorstandsmitglied, sowie als Chefreporter des GWUP Magazins „Skeptiker“ engagiert, geht den Ursachen solcher paranormaler Phänomene skeptisch auf den Grund. In seinem neuesten Werk „Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb: Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene“, welches am 1. April in die Bücherläden kommen wird, geht er auf bekannt kompetente Art und Weise auf mögliche, wissenschaftliche Erklärungen für vermutet unerklärliche Phänomene ein. Anders als bei seinen Werken „Warum machen Querstreifen dick?“ (erschienen im Knaur Verlag am 1. April 2007) und „Warum Krokodile nur bei Gewitter Sex haben“ (ebenfalls erschienen im Knaur Verlag am 1. Oktober 2006) gliedert er neun große Oberthemen jeweils in drei Teile: „Nachtseite“, „Im Dämmerlicht“ und „Die Tagseite“.
Die „Nachtseite“ schildert jeweils, worum es sich bei den jeweiligen Phänomenen jeweils generell handelt. Zeugenberichte mit Quellenangabe werden gekonnt zum Einsatz gebracht, um die Problematik zu veranschaulichen. Bei „Im Dämmerlicht“ werden dann in der ersten Person eine Hand voll Beispielfälle abgehandelt, in denen mysteriöse Erscheinungen und Erzählungen geschildert werden. Wie Harder im Vorwort betont, sind diese teilweise ein wenig dramatisiert und überspitzt worden. Gerade diese Fakten sorgen dafür, dass diese kurzen Stories, die sehr lebhaft erzählt werden, an jedem nächtlichen Lagerfeuer der Hit sein werden. Leider merkt man mit dem Fortschreiten der Kapitelzahl jedoch auch, dass die Geschichten alle sehr ähnlich sind, dem gleichen Schema unterliegen. In so gut wie jeder Geschichte stirbt jemand oder wird jemand sterben, dessen Tod wird jedoch durch ein Zeichen angekündigt oder etwa seltsames ereignet sich während dem Sterben einer vertrauten Person. Dabei werden häufig nur Details variiert, sodass man das Gefühl bekommt, dasselbe mehrmals zu lesen. Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit „Die Tagseite“, welche wissenschaftliche Erklärungen, ebenfalls mit Quellenangaben, für die abgehandelten Phänomene liefert. Dabei bleibt Bernd Harder weitgehenst objektiv und verurteilt die Personen, die von solchen Phänomenen berichten, auch in keiner Weise. Seine Erklärungen erscheinen schnell schlüssig und sind einfach zu verstehen und nachzuvollziehen. An einigen Stellen gibt es durchaus auch den einen oder anderen „Aha-Effekt“. Vor allem die Affinität zu Internetquellen gefällt: so verweist er bei UFO-Erscheinungen auf Youtube, wo man sehen kann, wie fliegende Party-Deko einer UFO-Erscheinung erschreckend ähneln kann.
Insgesamt hat es Bernd Harder wieder geschafft, ein kurzweiliges Buch zu erschaffen, welches Fragen klärt, die wir uns im Alltag schon öfter gestellt haben, welches aber auch in gesundem Maße dazu anregt, skeptisch auf „unerklärliche Phänomene“ einzugehen und diese nach den tatsächlichen Ursachen zu hinterfragen. Sehr schön passt dazu einer seiner letzten Sätze im Buch: „Eventuell findet sich im Nachhinein eine logische, nachvollziehbare Erklärung - und oft ist übrigends der erste Gedanke dazu auch der richtige“. Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen.

„Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb“ von Bernd Harder erscheint am 1. April 2010 im Knaur-Verlag und kostet im Taschenbuchformat 7,95 Euro. ISBN: 978-3-426-78305-4.
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Kommentare
Ich dachte Spiegel und Licht aus reicht auch :-/ Aber mal wieder zum Buch: Ich find's eigentlich schon recht interessant, was es alles für sinnlose Rituale, Phänomene etc. gibt aber über 250 Seiten wär mir das dann doch zu öde. Insbesondere wenn die meisten Geschichten ähnlich sind. Aber ein Urteil über ein Buch, dass man nicht gelesen hat ist so sinnvoll... wie... wie ... (setze passenden Vergleich ein)
@molsch: Du hast auch alles falsch gemacht. Du warst ned im Bad, du hattest keine Kerze und es war noch ned 24 Uhr. Have another try... have a Kitkat *gg*
Mir ist Bloody Mary nicht erschienen :(