Der Informationscrash
Erschienen am 17.4.10 16:37 Uhr in der Kategorie Rezensionen.
Fast haben wir sie jetzt überstanden, die große Wirtschafts- und Bankenkrise. Einige große Unternehmen, beste Beispiele Opel und Karstadt, haben es hierzulande sehr schwer gehabt oder im Falle von Karstadt nicht überstanden. Dass an dieser Krise die Hauptschuldigen Spekulanten und Zocker sind, das ist den allermeisten nichts Neues mehr. Doch warum einige Mechanismen, die den Ausbruch solcher Krisen verhindern sollten hier nicht zugeschnappt haben, das kann sich kaum ein Otto-Normalbürger vorstellen. Unter Anderem dieser Frage geht der Star-Ökonom Max Otte in seinem neuen Bestseller-Werk „Der Informationscrash - wie wir systematisch für dumm verkauft werden“, auf die Spur.
Er argumentiert anhand vieler anschaulicher Beispiele, dass wir in einer Desinformationswelt leben, in der wir in vielerlei Hinsicht gezielt getäuscht und ausgenutzt werden. In der der Postbeamte schon lange ein Angestellter der Deutschen Bank ist und in der LIDL mit hervorragenden Arbeitsbedingungen wirbt, was seriöse Hilfsorganisationen aber ganz anders sehen.
Ein weiteres Problem, welches sich immer mehr zeigt, ist das Absinken von wissenschaftlichen und journalistischen Qualitäten. In Zeiten von Wikipedia, welches neuerdings auch für seriös wirkende Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung als Informationsquelle dient, wo aber jeder ungeprüft seinen Senf dazugeben kann, können wir von stetiger Volksverdummung ausgehen. Wo früher einmal eine Fachkraft gearbeitet hat, werden heute Personen mit Mindestlöhnen und ohne nennenswerte Bildung eingesetzt. Dass uns dabei die kompetente Beratung meistens vorenthalten bleibt, das ist nur eine von vielen Auswirkungen.
Max Otte belichtet viele Alltagssituationen, in denen wir, die Konsumenten, systematisch desinformiert und über den Tisch gezogen werden. Was dabei sehr positiv auffällt ist die Tatsache, dass er dabei immer sauber seriöse Quellen angibt, auf die er sich dabei bezieht. Oftmals regt er zum Nachdenken an, wie wir uns prinzipiell freiwillig ausnehmen lassen und macht die Praktiken klar, die oftmals angewendet werden, um dies gezielt zu erreichen. Wer „Der Informationscrash“ gelesen hat, der wird mit ganz anderen Augen durch die Welt gehen! Allerdings wird bei der Lektüre eine Grundkenntnis über die Wirtschaft benötigt, da man sonst schnell an Fachwörtern scheitern könnte, die im Buch nicht genau umschrieben werden.
„Der Informationscrash - Wie wir systematisch für dumm verkauft werden“ von Max Otte ist erschienen im Econ-Verlag unter der ISBN 978-3-430-20078-3
und für 19,90 Euro in jedem gut sortierten Buchhandel zu bekommen.
Er argumentiert anhand vieler anschaulicher Beispiele, dass wir in einer Desinformationswelt leben, in der wir in vielerlei Hinsicht gezielt getäuscht und ausgenutzt werden. In der der Postbeamte schon lange ein Angestellter der Deutschen Bank ist und in der LIDL mit hervorragenden Arbeitsbedingungen wirbt, was seriöse Hilfsorganisationen aber ganz anders sehen.
Ein weiteres Problem, welches sich immer mehr zeigt, ist das Absinken von wissenschaftlichen und journalistischen Qualitäten. In Zeiten von Wikipedia, welches neuerdings auch für seriös wirkende Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung als Informationsquelle dient, wo aber jeder ungeprüft seinen Senf dazugeben kann, können wir von stetiger Volksverdummung ausgehen. Wo früher einmal eine Fachkraft gearbeitet hat, werden heute Personen mit Mindestlöhnen und ohne nennenswerte Bildung eingesetzt. Dass uns dabei die kompetente Beratung meistens vorenthalten bleibt, das ist nur eine von vielen Auswirkungen.
Max Otte belichtet viele Alltagssituationen, in denen wir, die Konsumenten, systematisch desinformiert und über den Tisch gezogen werden. Was dabei sehr positiv auffällt ist die Tatsache, dass er dabei immer sauber seriöse Quellen angibt, auf die er sich dabei bezieht. Oftmals regt er zum Nachdenken an, wie wir uns prinzipiell freiwillig ausnehmen lassen und macht die Praktiken klar, die oftmals angewendet werden, um dies gezielt zu erreichen. Wer „Der Informationscrash“ gelesen hat, der wird mit ganz anderen Augen durch die Welt gehen! Allerdings wird bei der Lektüre eine Grundkenntnis über die Wirtschaft benötigt, da man sonst schnell an Fachwörtern scheitern könnte, die im Buch nicht genau umschrieben werden.
„Der Informationscrash - Wie wir systematisch für dumm verkauft werden“ von Max Otte ist erschienen im Econ-Verlag unter der ISBN 978-3-430-20078-3
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