Horst Köhler: Ein Nachruf
Erschienen am 31.5.10 19:20 Uhr in der Kategorie Nachrichten.
Heute, am 31.05.2010, trat der deutsche Bundespräsident, der oberste Repräsentant unseres Staates, von seinem Amt zurück.
Horst Köhler war ein großer Mann, nicht nur in der Wirtschaft, wo er vorher wirkte, sondern auch in der Politik.
Horst Köhler war die ideale Besetzung für das Amt, auch oder gerade während der Zeit der Großen Koalition, dadurch, dass seine Frau lange Zeit Mitglied der SPD war.
Auch war er ein Mann der Wirtschaft, als Direktor des Internationalen Währungsfonds hatte er mehr als genug Erfahrung im Verhalten internationaler Transaktionen, um uns eine unterstützende Hand in Zeiten der Finanzkrise zu sein, wenn auch nur als Ratgeber.
Man sollte das Amt der Präsidenten in Deutschland nie überschätzen.
Horst Köhler war ein unbequemer Präsident. Er ließ einige Gesetze zurückgehen, die zum Teil von den ihn stellenden Parteien, CDU, CSU und FDP, vorgeschlagen und unterstützt wurden. Mehrere hatte er komplett zu Fall gebracht.
Horst Köhler war in seinem Amt mehrfach eine Besonderheit. Zum einen war er der erste Präsidentschaftskandidat in Deutschland, der nicht aus der Politik, sondern aus der Wirtschaft kam. Zum anderen war er der erste Präsident seit Heinrich Lübke (1959-1959), der in seinem Amt auch noch bestätigt wurde.
Horst Köhler war ein respektabler Mann, der genau im richtigen Moment Präsident war.
Heute trat er zurück. Mit Verweis darauf, dass durch die persönlichen Angriffe auf ihn sein Amt beschädigt werden würde.
Es ist schon eine Katastrophe, wie sich das Verhalten einzelner Journalisten auf die deutsche Innen- und Außenpolitik ausgewirkt hat. Während der Spiegel ihn immer wieder mit Spitznamen bedachte, was eine Unverschämtheit gegenüber dem Präsidenten ist, vor allem die Vergleiche mit dem eben erwähnten Lübke, und der Stern ihn wie einen Idioten beschrieb, nahm der Respekt anderer, kleinerer Redaktionen gegenüber diesem großen Mann immer mehr ab.
Zuletzt warf man ihm vor, militärische Einsätze aufgrund deutscher Wirtschaftsinteressen zu befürworten, was eine vollkommene Missdeutung seiner Worte war. Man drosch auf ihn ein wie in Mittags-Talkshows,man verzeihe mir die Polemik.
Ist es denn die Möglichkeit, dass sich ausgebildete Journalisten auf dieses Niveau herablassen?
Auch der Bundespräsident ist nur ein Mensch, und auch, wenn Horst Köhler bewiesen hat, dass er über vielem stand, zum Beispiel über seiner Partei, in dem er zum Beispiel auf die Löschung seines Bildes aus dem Wahlkampfflyer des Göppinger CDU-Kandidaten Klaus Riegert bestand, kann er nicht über einem frontalen Angriff demagogischer Presse- und Rundfunkjournalisten stehen.
Köhler sah ein, dass der Schutzwall, der sein Amt eigentlich sein sollte, dieser barbarischen Rotte nicht standhielt und tat das einzig Richtige und das schlimmste für Deutschland: Er verließ den schützenden Bergfried entweder um vor dem Feind zu fliehen oder sich ihm auf freiem Feld zu stellen.
Jetzt steht jedoch die barbarische Rotte vor den Mauern, gebremst in ihrem Übermut und verwundert über das, was sie angerichtet haben und feststellend, dass der Klassenfeind Köhler die Flucht angetreten hat, und kommentieren das mit folgender Aussage: „Haben wir dich jetzt aus deinem Haus geekelt? Oh, tut uns leid, das wollten wir nicht.“
Horst Köhler war ein großer Mann, nicht nur in der Wirtschaft, wo er vorher wirkte, sondern auch in der Politik.
Horst Köhler war die ideale Besetzung für das Amt, auch oder gerade während der Zeit der Großen Koalition, dadurch, dass seine Frau lange Zeit Mitglied der SPD war.
Auch war er ein Mann der Wirtschaft, als Direktor des Internationalen Währungsfonds hatte er mehr als genug Erfahrung im Verhalten internationaler Transaktionen, um uns eine unterstützende Hand in Zeiten der Finanzkrise zu sein, wenn auch nur als Ratgeber.
Man sollte das Amt der Präsidenten in Deutschland nie überschätzen.
Horst Köhler war ein unbequemer Präsident. Er ließ einige Gesetze zurückgehen, die zum Teil von den ihn stellenden Parteien, CDU, CSU und FDP, vorgeschlagen und unterstützt wurden. Mehrere hatte er komplett zu Fall gebracht.
Horst Köhler war in seinem Amt mehrfach eine Besonderheit. Zum einen war er der erste Präsidentschaftskandidat in Deutschland, der nicht aus der Politik, sondern aus der Wirtschaft kam. Zum anderen war er der erste Präsident seit Heinrich Lübke (1959-1959), der in seinem Amt auch noch bestätigt wurde.
Horst Köhler war ein respektabler Mann, der genau im richtigen Moment Präsident war.
Heute trat er zurück. Mit Verweis darauf, dass durch die persönlichen Angriffe auf ihn sein Amt beschädigt werden würde.
Es ist schon eine Katastrophe, wie sich das Verhalten einzelner Journalisten auf die deutsche Innen- und Außenpolitik ausgewirkt hat. Während der Spiegel ihn immer wieder mit Spitznamen bedachte, was eine Unverschämtheit gegenüber dem Präsidenten ist, vor allem die Vergleiche mit dem eben erwähnten Lübke, und der Stern ihn wie einen Idioten beschrieb, nahm der Respekt anderer, kleinerer Redaktionen gegenüber diesem großen Mann immer mehr ab.
Zuletzt warf man ihm vor, militärische Einsätze aufgrund deutscher Wirtschaftsinteressen zu befürworten, was eine vollkommene Missdeutung seiner Worte war. Man drosch auf ihn ein wie in Mittags-Talkshows,man verzeihe mir die Polemik.
Ist es denn die Möglichkeit, dass sich ausgebildete Journalisten auf dieses Niveau herablassen?
Auch der Bundespräsident ist nur ein Mensch, und auch, wenn Horst Köhler bewiesen hat, dass er über vielem stand, zum Beispiel über seiner Partei, in dem er zum Beispiel auf die Löschung seines Bildes aus dem Wahlkampfflyer des Göppinger CDU-Kandidaten Klaus Riegert bestand, kann er nicht über einem frontalen Angriff demagogischer Presse- und Rundfunkjournalisten stehen.
Köhler sah ein, dass der Schutzwall, der sein Amt eigentlich sein sollte, dieser barbarischen Rotte nicht standhielt und tat das einzig Richtige und das schlimmste für Deutschland: Er verließ den schützenden Bergfried entweder um vor dem Feind zu fliehen oder sich ihm auf freiem Feld zu stellen.
Jetzt steht jedoch die barbarische Rotte vor den Mauern, gebremst in ihrem Übermut und verwundert über das, was sie angerichtet haben und feststellend, dass der Klassenfeind Köhler die Flucht angetreten hat, und kommentieren das mit folgender Aussage: „Haben wir dich jetzt aus deinem Haus geekelt? Oh, tut uns leid, das wollten wir nicht.“
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