Es war einmal... - Die Geschichte des Webradios
Erschienen am 1.6.10 22:38 Uhr in der Kategorie Sonstiges.

Webradios kennt jeder. Viele nutzen sie. Stationen, die nach den Charts spielen oder Hörerwünsche erfüllen sind nicht selten. Doch stellen auch viele regionale Sender ihre Sendung als Stream zur Verfügung.

Dieser Artikel erklärt die Geschichte des Webradios und zeigt Euch, wieso Internetradios aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind.
Fangen wir mal ganz von Vorne an. Wir machen eine Zeitreise in das Jahr 1995. Das neue „Info-Radio Berlin-Brandenburg“ und der Südwestfunk stellen Teile ihrer Archive in eine eigene Onlinebibliothek ein, aus der jeder Internetnutzer legal downloaden konnte. Mitte des Jahres konnte man bereits 190.000 Stunden Radiomitschnitte downloaden und anhören.
Reisen wir weiter ins Jahr 1998. Immer mehr öffentlich-rechtliche Radiosender setzen auf Streaming Media und machen es vielen anderen Stationen gleich.
Erst 2002, während der weltweiten Internetkrise, wurde ein Webradio für Breitband-Internet-Nutzer von
AOL-Amerika ins Leben gerufen, um mehr Kunden anzulocken. Der Plan ging auf und auch deutsche Webradios wurden gegründet, um das Internet attraktiver zu gestalten. So entstand aus dem ehemaligen Radiosender „Radio Multikulti“ vom Rundfunk Berlin-Brandenburg das Internetradio „Radio multicult2.0“.
Es folgten viele weitere Internetradios, die sich von den öffentlich-rechtlichen Stationen abhoben und sich auf bestimmte Genres oder Zielgruppen spezialisierten. Der Vorteil des Ganzen ist die fast flächendeckende Möglichkeit Internetradios zu streamen, das durch Empfang an jedem DSL-Internetanschluss weltweit ermöglicht wurde.
2008 hörten zehn Prozent aller Internetnutzer regelmäßig Webradios und die Zahl steigt weiter. Betrachtet man die verschiedenen Webradiosender so lassen sich viele Gemeinsamkeiten feststellen:
Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten seinem Lieblingssender zuzuhören: Plug-Ins um direkt im Browser zu hören, Streamdateien (.m3u-Endung), sowie über iTunes und viele mehr. Da die Zahl von Internetradios ständig steigt, findet man Plattformen wie www.radio.de, die eine große Anzahl von Stationen zusammenfassen, eine Kurzbeschreibung dieser Sender online stellen, diese verlinken und deren Programm durch einen eigenen Player streamen. Doch in der Regel kommt auch jedes einfache Wiedergabeprogramm (VLC, WMP…) mit .m3u-Dateien klar und kann diese wiedergeben.

Wie finde ich ein Webradio, das zu mir passt?
Nichts einfacher als das: Jeder kennt Google! Aber es geht weiter! Internetradio-Suchmaschinen versuchen alle Radiostationen nach Genre, Titel oder Sprache zu katalogisieren.
Mein Geheimtipp: www.tun3r.com
Aber sind wir mal ehrlich… Reicht uns Youth FM denn nicht?




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