Aha: Das quadratische Taschentuch
Erschienen am 12.6.10 15:16 Uhr in der Kategorie Sonstiges.
In unserer Serie "Aha" erklären wir euch dieses mal, wieso die meisten Taschentücher heute quadratisch sind.
Taschentücher gibt es heute größtenteils aus Papier, einige benutzen noch die Variante aus Stoff, denen man aber oft nachsagt, dass sie nicht allzu hygienisch seien. Aber eines haben die allermeisten Taschentücher gemeinsam: Sie werden zum Nasenputzen gebraucht und sind quadratisch. Warum aber gerade die quadratische Form?
Um das zu beantworten muss man in die Vergangenheit zurückblicken: Um das 18. Jahrhundert galt das Taschentuch als Prestigeobjekt für Adelige und hatte zahlreiche, symbolische Funktionen. So galt beispielsweise das Schwenken des Tuches bei Verabschiedungen ein Treueversprechen. Auch mit Düften verfeinert wurden sie in den damals stinkenden Städten (Kanalisation gibt es noch nicht allzu lange) gern mitgeführt. Aber der französischen Königin Marie Antoinette gefiel es nicht, dass dieser Symbolträger so viele unterschiedliche Formen hatte. Also erließ sie ein Gesetz, dass Taschentücher die gleiche Länge wie Breite haben müssen. Nach ihrer Hinrichtung während der französischen Revolution hat sich dieser Brauch weiter gehalten und gilt bis heute noch zum großen Teil.
Quelle: Ranga Yogeshwar, "Sonst noch Fragen?". Erschienen im KiWi Verlag, ISBN 978-3-462-04108-8
Taschentücher gibt es heute größtenteils aus Papier, einige benutzen noch die Variante aus Stoff, denen man aber oft nachsagt, dass sie nicht allzu hygienisch seien. Aber eines haben die allermeisten Taschentücher gemeinsam: Sie werden zum Nasenputzen gebraucht und sind quadratisch. Warum aber gerade die quadratische Form?
Um das zu beantworten muss man in die Vergangenheit zurückblicken: Um das 18. Jahrhundert galt das Taschentuch als Prestigeobjekt für Adelige und hatte zahlreiche, symbolische Funktionen. So galt beispielsweise das Schwenken des Tuches bei Verabschiedungen ein Treueversprechen. Auch mit Düften verfeinert wurden sie in den damals stinkenden Städten (Kanalisation gibt es noch nicht allzu lange) gern mitgeführt. Aber der französischen Königin Marie Antoinette gefiel es nicht, dass dieser Symbolträger so viele unterschiedliche Formen hatte. Also erließ sie ein Gesetz, dass Taschentücher die gleiche Länge wie Breite haben müssen. Nach ihrer Hinrichtung während der französischen Revolution hat sich dieser Brauch weiter gehalten und gilt bis heute noch zum großen Teil.
Quelle: Ranga Yogeshwar, "Sonst noch Fragen?". Erschienen im KiWi Verlag, ISBN 978-3-462-04108-8
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