17. Juni 2017 - Christian Rode

Ab 2018: Champions League nur noch im Pay TV

Ab 2018: Champions League nur noch im Pay TV

Ab der Saison 2018/2019 wird die Champions League nur noch bei den Bezahlsendern Sky und DAZN zu sehen sein. Damit musste das ZDF eine große Niederlage annehmen, das damit ohne Spiele der Königsklasse auskommen muss.

Was sich in den letzten Monaten bereits immer mehr verbreitete, ist nun zur Tatsache geworden. „Wir sind mit dem Ausgang der Rechte-Ausschreibung sehr zufrieden. Sky ist und bleibt damit auch in den kommenden vier Jahren die Heimat der UEFA Champions League in Deutschland und Österreich„, teilte Carsten Schmidt, Vorsitzende der Sky-Geschäftsführung, mit. Bis Ende der Saison 2017/2018 teilt sich Sky die Rechte weiterhin mit dem ZDF, das 18 Spiele der Königsklasse in der kommenden Saison übertragen wird.

Teilweise unbekannt ist die Streaming-Plattform DAZN, die erst seit August 2016 existiert. DAZN überträgt nur Sportveranstaltungen wie zum Beispiel die englische Premier League, die spanische Primera División oder auch weitere europäische Top-Fußballigen. „Wir sind extrem stolz, die UEFA Champions League ab der Saison 2018/2019 auf DAZN anbieten zu können. Dieses Recht ergänzt unser Live-Angebot an europäischen Spitzenfußball perfekt„, sagte James Rushton, Mitglied der Geschäftsführung der Perform Group und Chief Executive Officer (CEO) von DAZN.

Laut dem Rundfunkstaatsvertrag müssen sportliche Großereignisse, die von „erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ sind, frei empfangbar sein. Unter dieser Bedingung würde ein Finale mit deutscher Beteiligung fallen. Sky hätte diese Möglichkeit, da der Sender Sky Sport News HD seit Ende 2016 frei verfügbar ist. Ein Endspiel, wie vor zwei Wochen zwischen Real Madrid und Juventus Turin, müsste nicht im Free-TV gezeigt werden.

Die UEFA erhoffte sich ab der Saison 2018/2019 eine größere Summe von den deutschen TV-Anbieter. Eine Summe, für die der ZDF nicht bereit war zu zahlen. Bereits in den vergangenen Monaten teilte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann mit, dass man „ein sehr gutes Angebot“ abgegeben hätte und damit „an die Schmerzgrenze“ gegangen sei. Welche Beträge die UEFA nun kassiert, ist nicht bekannt.

Die Rechte an der UEFA Europa League wurden noch nicht verteilt.

 

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