14. Mai 2017 - Philip Waegt

Hyperloop-One: Berlin -> Köln in 20 Minuten!

Hyperloop-One: Berlin -> Köln in 20 Minuten!

Das Konzept des Hyperloop-One, ein auf Magneten schwebender Hochgeschwindigkeitszug, der sich durch Druckröhren in denen ein Nahezu-Vakuum herrscht, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 km/h fortbewegt. Die Idee kam dem Gründer von Paypal, Tesla und SpaceX – Elon Musk, ein Visionär, der sich ohnehin schon mit revolutionären Fortbewegungsmechanismen beschäftigt.

Der Hyperloop funktioniert ähnlich wie eine menschliche Rohrpost. Seine Idee beansprucht er jedoch nicht für sich, sondern gibt sie als „Open Source“ frei, somit kann jeder die vorhandene Idee weiterentwickeln, dies beschleunigt die Entwicklung rapide. Auch zwei deutsche Unternehmen beteiligen sich bei der Entwicklung des Hyperloops. Eine zentrale Rolle spielt die Kölner Firma Oerlikon Leybold. Eine Firma, welche diverse Vakuum Spezialisten im Team hat und Berechnungen für die Unterdruckröhren erstellt, sodass die Kapseln so effizient wie möglich sind. Zudem arbeitet die Münchener Firma Re’Flekt daran digitale Fenster in die Zugkapseln einzubauen, da diese aufgrund des Drucks keine normalen Fenster haben werden und auch die Röhren nicht durchsichtig sein werden. Durch virtuelle Fenster soll das Gefühl von Klaustrophobie verhindert werden. Die Fenster sollen die Außenwelt simulieren und zudem für Entertainment-Zwecke und andere interessante Daten, wie zum Beispiel die Ankunftszeit.

Was 2014 in einer Garage in Los Angeles startete beginnt nun mehr und mehr Realität zu werden, in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll die erste Trasse die Städte Dubai und Abu Dhabi miteinander verbinden. Die beiden Städte trennen rund 150 Kilometer. Mit dem Auto zwei Stunden, der Hyperloop schafft diese Entfernung in 12 Minuten. Erste Berechnungen ergeben, dass der Streckenbau vergleichsweise günstig ist. Ein Kilometer Strecke soll 12,4 Millionen Euro kosten. Klingt für den Normalverbraucher extrem teuer, jedoch kosteten Transrapidstrecken im Jahr 2002 rund 40 Millionen Euro pro Kilometer. Noch sind jedoch einige Fragen, besonders im Bereich Sicherheit nicht geklärt, so gibt es ganz banale Probleme wie der Einbau von Toiletten in jede Transportkapsel, aber auch kritischere Fragen, wie zum Beispiel, woher die Atemluft in den Kapseln kommen soll, wenn diese sich in einem Vakuum befinden, indem es nur geringe mengen Restluft gibt.

Auch in Deutschland gibt es nun die ersten Pläne, die Lufthansa und die Deutsche Bahn zeigen sich interessiert an der Umsetzung von Hyperloop Trassen in Deutschland. So ist konkret die Sprache von den Strecken zwischen den Städten: München – Hamburg – Düsseldorf und Berlin – München – Köln. Noch ist dieses Konzept jedoch Zukunftsmusik. Mit großer Spannung schaut die Welt auf die Arabischen Emirate und die dortigen Testphasen des Hyperloop-One. In Zukunft könnte diese Art der schnellen Fortbewegung unsere Leben bereichern und uns viel Zeit sparen.



Schlagworte: Hyperloop Fenster Idee Kilometer Vakuum Arabischen Berechnungen Deutsche Deutschland Entwicklung


Bildquelle: Hyperloop Technologies INC.

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