12. Juni 2017 - Vanessa Wobb

POAW: Veränderungen bewirkten Komplikationen

POAW: Veränderungen bewirkten Komplikationen

Seit mittlerweile 35 Jahren feiern Musikliebhaber jährlich am Pfingstmontag im Löwental im Essener Stadtteil Werden das Pfingst Open Air. Mit einem neuen Sicherheitskonzept sorgte der Veranstalter in diesem Jahr jedoch zeitweise für Komplikationen.

Mit einer leichten Verzögerung öffneten am Montag um kurz nach 13Uhr die Tore zum 35. Pfingst Open Air Werden. Die Taschenkontrollen verliefen trotz einiger Veränderungen im Sicherheitskonzept gewohnt zügig und geordnet. Nur wenige der frühen Vögel hatten die zuvor angekündigten Hinweise nicht gelesen, denn Getränke jeglicher Art waren verboten. „Du kannst es wegschmeißen, oder du trinkst es aus und nimmst die Flasche mit rein“, heißt es von einem der Securitys in ihrer gelben Warnweste. Ungewohnte Worte, nachdem es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Unstimmigkeiten bei der Getränkemitnahme kam. Doch in diesem Jahr ganz klar: Leer ja. Ansonsten durften keine Getränke mit auf das Gelände.

Schon wenige Tage vor dem Festival präsentierten die Veranstalter auf ihrer Facebook Seite stolz ihren Trinkwasserbrunnen. In einem kleinen Häuschen auf dem Gelände des Campingplatzes und umgeben von Bratwurstgeruch und Wassertoiletten konnten Besucher gratis ihr Wasser zapfen. Kurze Kontrollen folgten hier jedoch noch einmal, denn Glasflaschen waren auch in diesem Jahr nicht erlaubt.

Vorerst euphorische Gesichter verließen das weiße Häuschen mit einer Flasche zum Rand befüllt mit frischen Wasser. Doch diese Euphorie schlug schnell um. Einige Mädchen versammelten sich um zwei Securitys und äußerten ihre Belangen. „Das kann doch nicht sein.“ Nach Angaben der in gelb gekleideten Männer sollten die jungen Damen doch bitte zum Haupteingang und bis dahin ihre Flaschen leeren. Der Rückweg zum Gelände sei nicht möglich.

Kleiner Fehler wurde schnell behoben

Eine kurze Zeit verging, bis das Konzept einer Änderung unterzogen wurde. Auf Facebook teilten die Verantwortlichen mit, dass es sich lediglich um Kommunikationsprobleme gehandelt habe, die dieses Unbehagen auslöste. Das Pfingst Open Air zeigte sich somit nach anfänglichen Schwierigkeiten vorbildlich.

Neben dem Pfingst Open Air Werden verändern, auch gegeben durch die erhöhten Sicherheitsstufen auf Festivals aufgrund der Terrorsorge, viele Outdoor-Veranstaltungen ihr Getränkeversorgungskonzept. Auch das Juicy Beats setzt seit einigen Jahren auf kostenlose Wasserversogung im Park. Damit vermindern Veranstalter nicht nur die durch Kreislaufversagen verursachten Sanitätseinsätze. Bei kleineren Festivals, wie dem Pfingst Open Air, kommt es auch dem Festival an sich zu Gute. So bewirkt das Getränkemitnahmeverbot eine Steigerung des Verkaufs und fördert somit den Erhalt der kleineren Festivals.

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